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Regionalbahn 23 : Kelber: „Pendler sind genervt“

Eine Pünktlichkeitsquote von 98 Prozent attestiert die Bahn der RB 23 im vergangenen Jahr. SPD-Mann Ulrich Kelber hat Zweifel an der Zahl.

Eine Pünktlichkeitsquote von 98 Prozent attestiert die Bahn der RB 23 im vergangenen Jahr. SPD-Mann Ulrich Kelber hat Zweifel an der Zahl.

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Kehrein

Rhein-Sieg-Kreis/Bonn -

„Unzuverlässigkeit der Regionalbahn (RB) 23 und schlechte Fahrgastinformation“ kritisiert der Bonner SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber.

„Die Pendlerinnen und Pendler sind genervt“, fasst Kelber die Beschwerden über Unpünktlichkeit und Ausfälle der Regionalbahn RB 23 zusammen. Anfang Dezember häuften sich bei Kelber nach eigenen Angaben Beschwerden über Zugausfälle und Verspätungen, wobei die Pendlerinnen und Pendler besonders über die mangelnde Fahrgastinformation zu Ursache und Umfang der Störungen verärgert waren. „Trotz fehlender Informationen waren die Fahrgäste immer von der Hoffnung genährt, dass bald ein Zug einfährt. In der Kälte haben sich die Fahrgäste die Beine in den Bauch gestanden, um dann doch irgendwann resigniert auf das Auto auszuweichen“, berichtet Kelber aus seinen Gesprächen.

Der Abgeordnete hatte sich darum an Bahnchef Rüdiger Grube gewandt und eine größere Zuverlässigkeit der RB 23 eingefordert. Für die Zugausfälle und Verspätungen waren zum Beispiel am 10. Dezember nach Aussage der Deutschen Bahn (DB) defekte Türen verantwortlich, mit denen der Zug nicht weiterfahren durfte und dann das Gleis für die nachfolgenden Züge blockierte. Die DB bescheinigt der RB 23 eine Pünktlichkeitsquote von 98 Prozent in 2012, die Kelber aber bezweifelt und noch einmal überprüfen lassen will. Die Deutsche Bahn habe dem Sozialdemokraten zugesagt, die vorhandenen dynamischen Schriftanzeiger besser einzusetzen und die Fahrgäste auf diesem Wege über Umfang und Grund der Störung zu informieren. „Die Pendlerinnen und Pendler verlassen sich auf die Bahn. Sie wollen pünktlich auf ihrer Arbeitsstelle ankommen. Und wenn es mal zu Verspätungen kommt, müssen die Fahrgäste wissen, worauf sie sich einzustellen haben,“ sagt Kelber abschließend. (jr)


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