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Kölnische Rundschau | Neuer Betreiber : BB Group soll ins Staatenhaus
03. November 2014
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Neuer Betreiber : BB Group soll ins Staatenhaus

Das Staatenhaus (Foto: Meisenberg)

Das Staatenhaus (Foto: Meisenberg)

Köln -

Die Würfel sind offenbar gefallen. In einer Vorlage für die nächste Ratssitzung am 13. November schlägt die Verwaltung der Politik den künftigen Betreiber des Staatenhauses vor: „Vergabe eines Erbbaurechtes für das Staatenhaus am Rheinpark in Köln-Deutz zum Umbau und zur Nutzung des Gebäudes in beziehungsweise für ein Musicaltheater“, heißt der Tagesordnungspunkt 23.6 im nicht-öffentlichen Teil.

Laut externem Gutachter, der 100 Punkte zu vergeben hatte, hat dabei die BB Group mit 84 eindeutig die Nase vorn. „Mehr! Entertainment“ erreichte 25,8 Punkte. Die BB Group soll das Staatenhaus an Tanzbrunnen und Köln-Messe in Zukunft als Musical-Standort betreiben. Bis der Spielbetrieb dort losgehen kann – gerechnet wird mit einer 30-monatigen Bauzeit – soll das blaue Zelt am Breslauer Platz bis Januar 2017 als Musical-Spielstätte von der „Mehr! Entertainment GmbH“ betrieben werden.

In der Bewerbung spielte auch die finanzielle Seite eine Rolle. Während die BB Group einen Erbbauzins von jährlich etwa 200 000 Euro Jahrespacht angeboten hatte, soll „Mehr! Entertainment“ einen mehr symbolischen Betrag von 10 000 Euro geboten haben.

Hohe Investitionen notwendig

Bevor das Staatenhaus bespielt werden kann, sind noch hohe Investitionen notwendig, müssen beispielsweise verkehrstechnische Fragen geklärt werden. Bei der Frage der Stellplätze am Gebäude und der Gestaltung der historischen Eingangssituation erhielt BB die volle Punktzahl.

Seitdem der Musical-Dome am Breslauer Platz vor zwei Jahren zum Ausweichquartier der Oper wurde, fehlt ein eigenes Haus für Musicals. Die Oper soll im November 2015 Premiere in ihrem neu sanierten Haus am Offenbachplatz feiern. Obwohl es Anfang des Jahres von Seiten der Verwaltung noch hieß, nach dem Auszug der Oper werde der Musical-Dome abgerissen, soll er nach den jetzigen Plänen der Stadt doch noch bis Anfang 2017 stehen bleiben.