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Kölnische Rundschau | „Verschlankung und Harmonisierung“: Deutsche Bank schließt Filialen in Köln
14. January 2016
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„Verschlankung und Harmonisierung“: Deutsche Bank schließt Filialen in Köln

Schweres neues Jahr: Matthias Buck (l.), Vorstandssprecher der neuen Region West, mit Henriette Reker und Rechtsvorstand Karl von Rohr.

Schweres neues Jahr: Matthias Buck (l.), Vorstandssprecher der neuen Region West, mit Henriette Reker und Rechtsvorstand Karl von Rohr.

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Hanano

Köln -

Wie viele der 39 Filialen der Deutschen Bank im Raum Köln eine Zukunft haben, ließ Matthias Buck als Sprecher des seit Dezember existierenden Regionalvorstandes West beim Neujahrsempfang seiner Bank vor rund 300 Gästen offen. „Aber es wird nicht nur Stadtfilialen treffen“, kündigte Buck an: „Wir stehen vor einem weiteren schwierigen Jahr.“

Während der aus Frankfurt angereiste Rechtsvorstand Karl von Rohr von „Verschlankung und Harmonisierung“ sprach, präsentierte die Bank zwei neue Vorstandskollegen für die Region West, zu der seit Dezember nicht nur Köln, Bonn und Aachen, sondern auch Wuppertal und das Sauerland zählen – mit rund 1700 Mitarbeitern und knapp 70 Filialen: Sigrid Bowenkamp (46) aus Osnabrück ist für Privatkunden zuständig, der Niedersachse Matthias Scheffner (41) für Kunden mit umfangreichem Vermögen.

Vormalige Vorstandsmitglieder treten neue Aufgaben an: Stefanie Heberling im Kölner Haus, Dr. Bernd-Christian Balz geht nach Bielefeld zurück. Mit Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen der Situation in Syrien und einer Warnung vor einer „drohenden Cyberdiktatur weniger Monopolisten“ am Beispiel von Google ging Buck auf Ereignisse außerhalb der Bank ein und forderte wegen der Silvestervorfälle, bestimmten jungen Männern „die Grenzen unseres Landes aufzuzeigen.“ Die mit Beifall begrüßte Oberbürgermeisterin Henriette Reker forderte mehr Personal für Polizei und Justiz.

Zudem lud sie die Anwesenden ein, mit ihr den Wirtschaftsstandort Köln zu stärken, denn dies sei die „eindrucksvollste Sozialpolitik, die es gibt“. In den nächsten Jahren dürfe es keine Erhöhung der Gewerbesteuer geben. Sie wolle Köln bei Medien, Uni und Messe auf Platz eins in Deutschland führen.