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25.000 Tonnen abgetragen: Setzung am Kalkberg gestoppt – aber weitere Fehler entdeckt

Weiter abgebaggert wird Erde vom Kalkberg. Die Stadt hält an dem Standort fest. Der Berg sei sanierbar und alternativlos. (Foto: Meisenberg)

Weiter abgebaggert wird Erde vom Kalkberg. Die Stadt hält an dem Standort fest. Der Berg sei sanierbar und alternativlos. (Foto: Meisenberg)

Köln -

Nicht nur, dass die Setzung ein Ende hat. Im Gegenteil, der Kalkberg wächst. An der Stelle, an der er sich zuletzt um rund 15 Zentimeter gesetzt hatte, ist das Erdreich wieder um zehn Millimeter hochgekommen. Als würde der Berg aufatmen.

Das war es dann aber auch schon an guten Nachrichten aus einem Zwischenbericht der Verwaltung für den Bauausschuss. Darüber hinaus haben nämlich weitere Untersuchungen vor allem weitere Fehler zu Tage gefördert. Und ob die Stadt von den ausführenden Firmen dafür jemals Geld sehen wird, oder ob sie auf den geschätzten rund sieben Millionen Euro Sanierungskosten sitzen bleibt, ist weiterhin völlig offen.

Standsicherheit ist keineswegs gewährleistet

Auch wenn der Kalkberg sich zu erholen scheint, seine Standsicherheit ist keineswegs gewährleistet. Weitere Untersuchungen der Böschung geben keinen Anlass zur Entwarnung. „Ein Abrutschen von Teilen der Böschungskrone kann derzeit nicht ausgeschlossen werden“, heißt es in dem Bericht der Verwaltung. Noch schlimmer: Der Gutachter hält auch einen sogenannten Grundbruch für möglich. Das würde bedeuten, dass sich der Boden unter dem Berg seitlich wegdrückt und die gesamte Halde in Bewegung kommt. Dennoch heißt es in dem Bericht der Stadt: „Eine Gefahr für Menschen schließen die Gutachter aus.“

Weitere Gutachten in Auftrag

Um die Auswirkung der abgetragenen Halde auf die Lärmentwicklung bei startenden und landenden Hubschraubern einschätzen zu können, gibt die Stadt nun weitere Gutachten in Auftrag. Entstanden ist die Kuppe, weil Erdreich, das am Berg einer Straße weichen musste, auf den Berg aufgeschüttet wurde. Nun hat der Gutachter festgestellt, dass die Straße viel zu tief in den Berg eingeschnitten wurde. Der Abstand zu instabilen Kalkschicht ist bedenklich gering.

Und wie sieht es mit Regress aus? Die Verwaltung gibt dazu keine Einschätzung ab. Das sei zurzeit nicht möglich. Allen Alternativstandorten für die Hubschrauberstation erteilt die Verwaltung eine Absage. Sie seien aus rechtlichen oder Umweltschutzgründen nicht realisierbar.

Die Bürger sollen über den aktuellen Stand am Kalkberg in einer Informationsveranstaltung am kommenden Montag, 1. Februar, informiert werden. Der Infoabend beginnt um 19 Uhr und findet im Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium, Kattowitzer Straße 52, in Buchheim statt.


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