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Kölnische Rundschau | 28,5 Millionen Euro Gesamtausgaben: Östliche Domumgebung 8,3 Millionen Euro teurer
04. March 2016
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28,5 Millionen Euro Gesamtausgaben: Östliche Domumgebung 8,3 Millionen Euro teurer

Die östliche Domumgebung hat durch die Neugestaltung deutlich an Qualität gewonnen, allerdings sind die Baukosten stark angestiegen. (Foto: Hanano)

Die östliche Domumgebung hat durch die Neugestaltung deutlich an Qualität gewonnen, allerdings sind die Baukosten stark angestiegen. (Foto: Hanano)

Köln -

Es ist eine längere Liste von Mehrkosten, die die Verwaltung aufführt. Am Ende summieren sie sich zu 8,3 Millionen Euro auf, die für die Umgestaltung der östlichen Domumgebung mehr ausgegeben werden müssen. 28,5 Millionen Euro stehen nun als Gesamtausgaben auf der Rechnung.

Größter Posten sind mit mit rund 4,7 Millionen Euro Nachträge von Baufirmen. Bauabläufe hätten häufig geändert und aktuellen Entwicklungen angepasst werden müssen. Das habe zu weiterem Mehraufwand geführt, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Als Grundübel hat das Stadtplanungsamt die kleinteilige und gewerkeweise Vergabe ausgemacht. Die sei teils ergebnislos verlaufen, da entweder keine oder mangelhafte Angebote eingereicht worden seien. Die mehrfachen Ausschreibungen hatten Verzögerungen und Erschwernisse in der Koordination der Gewerke untereinander. Insgesamt wurden 18 Einzelaufträge vergeben. Die Angebote hätten bereits deutlich über der Kalkulation gelegen. Das sei auf die Lage der Baustelle mit eingeschränkten Lagerflächen zurückzuführen. Der erhöhte Baulogistikaufwand sorgte für höhere Kosten. Sie werden mit rund 1,8 Millionen Euro angegeben.

Dokumentation möglicher Schäden am Dom

Deutlich aufwendiger gestaltete sich auch die Dokumentation möglicher Schäden am Dom und in den beiden benachbarten städtischen Museen. Ein dauerhaftes Erschütterungsmonitoring mit einem Frühwarnsystem sei erforderlich gewesen, um zum einen die wertvollen Kunstwerke, aber insbesondere auch das höchst sensible Bauwerk „Kölner Dom“ zu schützen. Wegen der Verzögerungen am Bau mussten auch die Messgeräte länger an Ort und Stelle verbleiben: Zusatzkosten von rund 557 000 Euro liefen auf. Die Liste an Mehrkosten setzt sich munter fort und endet eben bei der Summe von rund 8,3 Millionen Euro.

Zudem sollen der Rat am 15. März mit gleicher Vorlage die Finanzmittel für den Bauabschnitt 2 für die Neugestaltung der nördlichen Domumgebung freigeben. 2,1 Millionen Euro an Bau- und Planungskosten sind darin veranschlagt. Der städtische Vorschlag sieht zudem vor, die Sanierung des Übergangsbereichs Roncalliplatz zur Straße Am Hof zurückzustellen und stattdessen bei der Umsetzung des Projekts „Historische Mitte“ zu berücksichtigen.