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Kölnische Rundschau | Aufstiegsparty: „E Levve lang“ in der Ersten Liga
04. May 2014
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Aufstiegsparty: „E Levve lang“ in der Ersten Liga

Meistertanz: Mit den Höhnern sangen die FC-Spieler "Viva Colonia" und die Vereinshymne "Mer stonn zo dir, FC Kölle" auf der Bühne am Mittelkreis. (Fotos: Schmülgen)

Meistertanz: Mit den Höhnern sangen die FC-Spieler "Viva Colonia" und die Vereinshymne "Mer stonn zo dir, FC Kölle" auf der Bühne am Mittelkreis. (Fotos: Schmülgen)

So geht also Konfettiregen. Für Spieler wie Anhang war das Zeremoniell nach dem Abpfiff höchst interessanter Anschauungsunterricht. Trophäen sind schließlich in Müngersdorf lange nicht mehr verliehen worden. Jedenfalls nicht an FC-Spieler. Entgegen genommen werden sie aber immer noch op kölsche Art: Viva Colonia. Da simmer dabei.

Wer gestern im Rheinenergie-Stadion nicht die Klassiker der rheinischen Musikart intonierte, musste es schon mit den Stimmbändern haben. Es dauerte zwei Lieder, bis die Elf von Trainer Peter Stöger die kleine Bühne am Mittelkreis enterte. „Höhner“-Frontmann Henning Kraumtacher hatte „laut gemacht“, und bat zum Meistertanz und zur Vereinshymne „Mer stonn zo dir, FC Kölle“. Antony Ujah war zu diesem Zeitpunkt bereits eine innige Beziehung mit der Zweitliga-Meisterschale eingegangen und herzte sie unablässig,

Beeindruckende Choreografie

Die ganze Mannschaft hatte das hübsche Stück mit dem bedeutungsvollen Stern (steht für Leidenschaft, Technik, Taktik und vieles mehr) der Südtribüne präsentiert. Zu den schönen Bildern des Tages zählte, dass auf den Anzeigetafeln zeitgleich das Video zur neuen Höhner-Hymne „E Levve lang“ zu sehen war. In dem präsentierten die alten Recken wie Hannes Löhr und Hennes Weisweiler die echte Meisterschale. Schöne Vorbilder.

Den ganzen Tag über hatte Volksfeststimmung in Müngersdorf geherrscht. 1000 Fans waren friedlich vom Aachener Weiher zum Stadion gezogen, die Einsatzkräfte der Polizei verlebten einen ruhigen Tag. Man sang vom „Europapokal“ und „1. Liga – wir sind wieder da“. So stand es auch zu lesen auf der Choreografie auf der Südtribüne, das ganze Stadion wurde vor dem Anpfiff in rot und weiß gehüllt. Stimmungsvoll auch die Hymne, nur von einer Dudelsack-Spielerin begleitet. Sangeskraft war erst recht nach Spielende gefragt, das 4:0 gegen St. Pauli war längst schöne Nebensache.

Nach den Höhnern spielten Brings, Kasalla und Cat Ballou. Anders als nach dem Sieg gegen Bochum verließen die Fans nicht die Tribünen, alle Elfmeterpunkte blieben an ihrem Platz. Recht schnell wandten sich viele Anhänger dann den Bierbuden vorm Stadion zu. Das Kölsch gab es zur Feier der Meisterschale zum halben Preis. „Wenn wir jetzt erst die richtige Schale holen...“, witzelte ein Anhänger. Brings spielten „Hallelujah.“