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Bund Deutscher Architekten: Unverwechselbarkeit Kölns fördern

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Der Bund Deutscher Architekten (BDA) in Köln fordert die Entwicklung einer spezifischen Bau- und Planungskultur, die der Unverwechselbarkeit Kölns dienen soll. Um Architektur und Image der Stadt zu fördern, brauche es Konzepte und Strukturen, die Freiräume für Kreativität öffneten und bei der Weiterentwicklung des Stadtraums Qualitätsmaßstäbe setzten. Vor diesem Hintergrund empfiehlt der neue Kölner BDA-Vorsitzende Reinhard Angelis den Bund aus 172 berufenen Architekten (10 bis 15 Prozent des Berufsstands in Köln) als „Kompetenzpool“.

Nach Auffassung des BDA sollten in der kommenden Ratsperiode die Weichen für die Zukunft des Großmarktgeländes gestellt und die Planungen für den Uni-Campus, Kliniken und FH-Campus in Deutz in eine Strategie der Außendarstellung Kölns als Wissenschaftsstadt eingebunden werden. Zu den wichtigsten Handlungsfeldern zählt der Architektenbund auch das Rheinufer mit seinen Promenaden, deren Aufwertung fortgesetzt werden sollte, die Weiterentwicklung des Rechtsrheinischen, die Sanierung und den Neubau von Schulbauten wie auch den Wohnungsbau.

Umsetzung des EU-Vergaberechts

Straßen müssten als Aufenthaltsräume gesehen werden, in die bereits eine Reduzierung des Autoverkehrs eingeschrieben werden müsse, sagte Angelis. Zu den BDA-Forderungen gehören auch breit angelegte Beteiligungsverfahren bei großen Planungsprozessen, eine städtische Grundstücksvergabe, die an Nutzung und Gestaltung des Gebäudes gekoppelt ist, und eine „progressive“ Umsetzung des EU-Vergaberechts. Dass nach der Ausschreibung eines öffentlichen Bauprojektes der Zuschlag stets an den billigsten Anbieter gehe, der seine Angebot danach nicht selten überschreite, sei ein Grund für Kostensteigerungen bei städtischen Bauprojekten.

www.bda-koeln.de