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Kölnische Rundschau | Cäcilienstraße: Weg für Casino offenbar frei
23. July 2014
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Cäcilienstraße: Weg für Casino offenbar frei

Am jetzigen Platz des Aral-Parkhauses am Neumarkt sollte ein neues Spielcasino entstehen. Dort kommt es nun aber doch nicht hin.

Am jetzigen Platz des Aral-Parkhauses am Neumarkt sollte ein neues Spielcasino entstehen. Dort kommt es nun aber doch nicht hin.

Foto:

Belibasakis

Köln -

Dem Bau des Spielcasinos an der Cäcilienstraße, dort wo sich zurzeit das Aral-Parkhaus befindet, steht offenbar nichts mehr im Weg. Alle Voraussetzungen zur Realisierung des Projekts in unmittelbarer Nähe des Neumarkts seien inzwischen erfüllt, heißt es aus dem Rathaus, der Vertrag mit der Projektentwicklungsgesellschaft geschlossen. Den Konditionen für das Grundstück an der Cäcilienstraße zur Errichtung eines Spielcasinos sei vom Vertragspartner zugestimmt worden.

Das Spielcasino solle, wie schon in der Vergangenheit vermeldet, im Objekt an der Cäcilienstraße etabliert werden. Die Zweckbindung der Grundstücksnutzung ist an die Lizenzbindung gebunden worden.

Das Parkhaus soll noch in diesem Herbst abgerissen werden. Der Rat hatte in der jüngeren Vergangenheit einen entsprechenden Beschluss schon gefasst.

Die Westspiel als Betreiberin des künftigen Spielcasinos in Köln hielt sich gestern auf Anfrage noch etwas zurück. An der Entscheidung für Köln hat es für Westspiel seit geraumer Zeit keinen Zweifel mehr gegeben. Gleichwohl sei der genaue Standort bei Westspiel noch nicht endgültig beschlossen. „Es gab bei uns noch keine Gremiensitzung“, sagte Westspiel-Sprecher Mathias Wieland.

Und dort müsste endgültig grünes Licht gegeben werden. Der Standort Cäcilienstraße sei interessant, aber es müssten noch einige Rahmenbedingungen geklärt werden.

An der Cäcilienstraße steht für das Projekt ein 3000 Quadratmeter großes Areal zur Verfügung. Dort ist auch eine Tiefgarage geplant. Für das Casino war eine Reihe von Standorten ins Auge gefasst worden, auch das Gerling-Quartier und die Messe-City Deutz waren im Gespräch.

Das Landeskabinett hatte sich Anfang 2013 dafür ausgesprochen, Köln die neue, fünfte Lizenz zum Betrieb eines Spielcasinos in Nordrhein-Westfalen zu geben. Es gab mehrere Städte, die sich um den Zuschlag beworben hatten. Wenn die Spielbank in Betrieb genommen wird, gewinnt nicht nur der Betreiber, die Westspiel-Gruppe, sondern auch die Stadt Köln. Zwölf Prozent des Bruttospielertrags fließen in den städtischen Haushalt. Die Stadt hofft auf jährliche Einnahmen von fünf Millionen Euro.