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Dreigestirn: Jungfrau lässt tanzen

Jungfrau Jens Hermes (l.) mit seinem Partner Marc Cedileau.

Jungfrau Jens Hermes (l.) mit seinem Partner Marc Cedileau.

Köln -

Neulich hat Jens Hermes (37) versucht, dem Geschäftsführer des Konzerns „Japan Tabaco International“ , für den er als Marketingdirektor arbeitet, den Karneval näher zu bringen. Er entschied sich für die Erklärung: „I’m the virgin“ (Ich bin die Jungfrau). Dies habe ihm jedoch lediglich fragende Blicke eingebracht. Ähnlich wäre es vermutlich gelaufen, wenn er das Amt des Bauern übernommen hätte.

Im Leben der designierten Jungfrau Hermia, ist Karneval an Aschermittwoch nie vorbei. Sobald sich die übrigen Karnevalisten ausruhen, denkt er sich neue Choreografien für die Tanzpaare von insgesamt sechs Traditions-Korps aus, die er allesamt trainiert. Vom Büro aus fährt er im Grunde jeden Abend zum Tanztraining. „Dabei schalte ich wunderbar ab“, sagt er. Ideen holt er sich auch schon mal beim Ballett. Außerdem führt er während der Session stets Buch und notiert sich tanztaugliche Lieder.

Zur Freizeitgestaltung von Jens Hermes ist damit im Prinzip alles gesagt. „Ich habe einen Fulltime-Nebenjob“, sagt er zutreffend. Schon als Zehnjähriger begann er in der Kindertanzgruppe Kammerkätzchen und Kammerdiener der KG Schnüsse Tring, fünf Jahre war er Tanzoffizier der Blauen Funken. „Karneval hat etwas sehr verbindendes, es gibt die vielfältigsten Veranstaltungen, jeder kann nach seiner Fasson feiern“, sagt er. Seine Urlaube verbringt er gerne in Paris oder in Südtirol.

Seinen Partner Marc Cedileau (36) hat er vor zwei Jahren im Pullman Hotel nach einem Tanzauftritt kennen gelernt. Denn Cedileau tanzt bei der Stattgarde Colonia. Jens Hermes lebt in der Südstadt, in der Kayjass (Großer Griechenmarkt) ging er einst zur Grundschule. „Ich bin ein kölscher Jung“, sagt er. Nun ist er kölsche Jungfrau. (tho)


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