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Ehrenfeld: Moschee wird bald ein bisschen eröffnet

Die Moschee in Ehrenfeld (Foto: Gauger)

Die Moschee in Ehrenfeld (Foto: Gauger)

Köln -

Noch vor den Sommerferien, Ende Juni oder Anfang Juli, möchte die Türkisch-Islamische Union Ditib nach gegenwärtiger Planung zumindest einen Teil der neuen Moschee in Ehrenfeld eröffnen. „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“, erklärte Vorstandssprecher Dr. Bekir Alboga gegenüber der Rundschau. Das Ramadanfest soll bereits in der neuen Moschee gefeiert werden. Teile des Gebäudes würden derzeit möbliert. Auch an der Fertigstellung des gesamten Baus werde weiterhin engagiert gearbeitet. Der Innenausbau werde aber noch immer durch das gerichtliche Beweissicherungsverfahren verzögert, auf das sich die Ditib mit dem Architekten Paul Böhm im Streit über Baumängel verständigt hat.

Daher bezweifeln Beobachter, dass der offizielle Festakt noch in der „gastlichen Jahreszeit“ dieses Jahres gefeiert werden kann, wie es die Ditib beim Jahresempfang im Januar optimistisch in Aussicht gestellt hatte. Zu dem Ereignis möchte sie unter anderem auch den Bundespräsidenten Joachim Gauck begrüßen, die Einladung sei aber noch nicht verschickt, erklärte Alboga. Er könne auch noch immer keinen Termin nennen, wolle aber nicht ausschließen, dass auch das eigentliche Gotteshaus doch noch 2013 seiner Bestimmung übergeben wird.

Bei den Bereichen, die schon in wenigen Wochen zu einem Teil auch für die Öffentlichkeit zugänglich werden sollen, handelt es sich um das Verwaltungsgebäude sowie die Einkaufs- und Dienstleistungspassage, die auch ein gastronomisches Angebot umfassen wird. Die Vermietung befinde sich in der Endphase, erklärte Ditib-Sprecherin Ayse Aydin. Die Tiefgarage wie auch ein kleinerer Gebetsraum werden schon jetzt genutzt.

Die Ausgestaltung des Innenraums sei noch in der Abstimmung, ergänzt Aydin. Sie soll mit der modernen äußeren Form korrespondieren. Bevor der Bau vollendet werden kann, muss der Gutachter seine Arbeit abgeschlossen haben. Er hat inzwischen nach umfangreicher Aktensichtung die Baustelle auch besucht. Wann sein Bericht vorliegt, lässt sich aber noch nicht absehen.

In Verzug geraten ist auch der Umbau der umliegenden Straßen. Die Stadt hat ihren Part erfüllt, nachdem sie auf der Inneren Kanalstraße eine neue Abbiegespur in die Venloer Straße eingerichtet und einen Radweg gebaut hat. Es sei geplant gewesen, dass sich die Bauarbeiten auf der Venloer Straße, die von der Ditib beauftragt werden, nahtlos anschließen, berichtet das Amt für Straßen und Verkehrstechnik. Auf der Venloer Straße sollen unter anderem an der Kreuzung eine Verkehrsinsel verkleinert, Ampelmasten versetzt und der Radweg fortgeführt werden. Die Aufträge an die Bauunternehmen seien vergeben und sollen zeitnah umgesetzt werden, so die Ditib.


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