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Einbruchserie in Köln: Polizei fasst Mitglieder einer mutmaßlichen Autoräuber-Bande

Einsatz für die Polizei. (Symbolfoto)

Einsatz für die Polizei. (Symbolfoto)

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dpa

Köln/Oberhausen -

Die Täter gingen unverfroren und brutal vor: Im September vergangenen Jahres wurde der Fahrer eines teuren Mercedes-Geländewagens von einem BMW ausgebremst. Ein Mann sprang aus dem Wagen, hielt dem Mercedes-Fahrer eine Pistole vors Gesicht, zwang ihn zum Aussteigen und fuhr mit dem Geländewagen davon. Seine Komplizen suchten das Weite. Nachdem die Polizei bereits im Oktober fünf Mitglieder der Bande festnehmen konnte, wurden gestern Morgen zwei weitere bei Razzien in Köln und Oberhausen dingfest gemacht.

Alle bisher gefassten fünf Bandenmitglieder sind der Polizei „bestens“ bekannt. Der Bande werden in Köln Oberhausen und Mülheim an der Ruhr bisher 22 Wohnungseinbrüche zur Last gelegt. Dabei machten sie sich vor allem auf die Suche nach teurer Elektronik, Schmuck und Bargeld. Zusätzlich hatten sie sich auf Autodiebstähle spezialisiert.

Bis zum vergangenen September gingen sie dabei aber eher „klassisch“ vor. Beispielsweise machten sie sich bei Wohnungseinbrüchen in Junkersdorf zugleich auf die Suche nach den Schlüsseln für einen Porsche und einen hochpreisigen BMW. Mit dem BMW stoppten sie dann wenige Tage später den Mercedes-Geländewagen.

Neben den Haftbefehlen für die beiden Festgenommenen im Alter von 16 und 24 Jahren gibt es zudem Haftbefehle für zwei weitere mutmaßliche Täter, die sich laut Polizei jedoch im Ausland befinden. Die Bandenmitglieder stammen zumeist aus Südosteuropa. Bei den Razzien in Köln und Oberhausen wurde auch Diebesgut beschlagnahmt, unter anderem hochwertiger Schmuck und Luxuselektronik. (ngo)