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Einsparungen: WDR verzichtet auf Übertragung am Rosenmontag

Der WDR (Westdeutscher Rundfunk) in Köln.

Der WDR (Westdeutscher Rundfunk) in Köln.

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dpa

Köln -

Auf die musikalische Karnevalsparty am Rosenmontag soll verzichtet werden, die Feier an Weiberfastnacht soll jedoch wie gehabt stattfinden und im Fernsehen gezeigt werden. „Aufgrund der finanziell schwierigen Situation des WDR haben wir uns entschlossen, auf die Live-Sendung am Rosenmontag zu verzichten“, sagte ein Sprecher des Senders. Nach Informationen der Rundschau spart der Sender durch den Verzicht auf die Übertragung eine hohe fünfstellige Summe. Nicht verzichten wird der WDR auf die eigene Tribüne, auf der zahlreiche Ehrengäste während des Rosenmontagszugs rundumversorgt werden. Die Kosten hierfür sollen annähernd so hoch sein wie für die jetzt eingesparte Sendung.

Auch inhaltliche Erwägungen spielen eine Rolle

Aus Kostengründen hatte der WDR erst kürzlich mitgeteilt, auf die Übertragung der Puppensitzung des Hänneschen-Theaters zu verzichten. Nun trifft es auch den Karneval. Neben der Einsparung hätten auch inhaltliche Erwägungen eine Rolle gespielt, so ein Sprecher, denn die auftretenden Künstler seien an Weiberfastnacht und Rosenmontag teils identisch gewesen. Moderiert wird „Weiberfastnacht in den WDR-Arkaden“ von Marita Köllner und Wicky Junggeburth. Das Duo Andrea Schönenborn und Lukas Wachten, das voriges Jahr erstmals die Moderation am Rosenmontag aus den Arkaden übernommen hatte, durfte am 11. November bereits den Sessionsauftakt auf dem Heumarkt moderieren.

Bis zum Jahr 2020 will Intendant Tom Buhrow massiv sparen und unter anderem etwa 500 Stellen, die bis dahin frei werden, nicht wieder besetzen. Ab 2016 müsse eine jährliche Etatlücke von etwa 100 Millionen Euro aufgefangen werden, heißt es.


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