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Erste Arbeiten gestartet: 30 Bäume müssen für die Messe City weichen

Mehrere Bäume werden gefällt, um die Messe City zu errichten. Ersatzpflanzungen sind laut Stadt später geplant. (Foto: Meisenberg)

Mehrere Bäume werden gefällt, um die Messe City zu errichten. Ersatzpflanzungen sind laut Stadt später geplant. (Foto: Meisenberg)

Köln -

18 Pappeln, vier Felsenkirschen sowie acht kleine Bäume werden in diesen Tagen gefällt. Es ist der erste sichtbare Akt auf dem Weg zur künftigen Messe City im Barmer Viertel. Die Arbeiten bereiten den ersten Bauabschnitt im Westen des Areals vor. Geplant sind hier Büro- und Hotelgebäude. Weitere angedachte Nutzungen sind ein Kino, Gastronomie und Einzelhandel. Wegen der Nähe zum Bahnhof sieht das 600-Millionen-Euro-Projekt lediglich 1000 Parkplätze in Tiefgaragen vor.

Fassaden-Wettbewerb läuft

Derzeit läuft für das Areal ein architektonisches Wettbewerbsverfahrens für die Erarbeitung einer Fassadenkonzeption. Laut der Messe City GmbH, die durch die Projektpartner Strabag und ECE vertreten wird, sollen die Fassaden vielfältig und abwechslungsreich sein, sich aber einer verbindenden gestalterischen Grundordnung verpflichtet fühlen. Der Wettbewerb befindet sich zurzeit in der zweiten Phase. Am 29. Februar soll laut Terminplan das Preisgericht tagen.

Baufeld West

Drei Baublöcke des Baufelds West, das nun in die Realisierung geht, hat die Zurich Versicherung für sich reserviert. Das Unternehmen wird auf dem rund 135.000 Quadratmeter großen Gelände hinter dem Deutzer Bahnhof etwa die Hälfte in Beschlag nehmen und mit gut 2700 Mitarbeitern dorthin ziehen. Angedacht sind zwei Gebäude der Blockbebauung sowie ein höheres Haus, das im Norden an die Messehalle 1 grenzt und im Westen an die Bahnlinie. Laut Internetseite der Messe City ist dort noch ein Komplex zu vergeben.

Baufeld Messebalkon

Als öffentlicher Platz ausgebildet, soll der Messebalkon künftig Dreh- und Angelpunkt des Quartiers werden. Der Platz liegt genau in dessen Mitte und soll künftig die Verbindung zwischen dem Deutzer Bahnhof und dem Messeeingang Süd herstellen – dort, wo derzeit die Besucher und Aussteller über ein unscheinbares Sträßchen zwischen Schotterparkplätzen in die Messehallen gelangen. Über die künftige Nutzung des Platzes heißt es auf der Messe-City-Seite: „Ein vielfältig nutzbarer Raum, der von einer unabhängigen Bespielung als gut erreichbarer Event-, Musical- und Kongresssaal bis hin zur Nutzung als Transferraum zur Messe unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden kann.“ Angrenzend soll ein größeres Gebäude entstehen, das auf einen Großnutzer oder einen Hotelbetreiber wartet.

Baufeld Ost

Auf dem östlichen Baufeld sollen zwei Gebäude entstehen. „Die Blockbebauung an der Deutz-Mülheimer Straße akzentuiert mit einer zehngeschossigen Raumkante sowie einer nach Norden gerichteten Auskragung den Eingang in das Quartier“, heißt es auf der Internetseite der Messe City. Der Standort biete sich sowohl für eine hochwertige Büro- als auch für eine Hotelnutzung am Messeeingang an.