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Fahrrad-Leasing: Dank Dienstrad fitter im Job

Köln -

Staugeplagte Arbeitnehmer wissen es längst: Im chronisch überlasteten Stadtverkehr bietet das Auto nur noch selten ein tatsächliches Mehr an Mobilität. Und mit Blick auf die Umwelt gibt es dank Bus und Bahn ohnehin klimaschonendere Alternativen, um den täglichen Weg zur Arbeit zu meistern. Eine weitere Möglichkeit, beruflich notwendige Mobilität, Umweltbewusstsein und Sportsgeist miteinander in Einklang zu bringen, hat die Firma Eurorad Leasing aus Longerich entwickelt. Die Idee: Dienstrad statt Dienstwagen. So bietet die Tochtergesellschaft der Zweirad Einkaufs Genossenschaft (ZEG) ihren Kunden ein steuerbegünstigtes Leasing-Rad-Modell an, von dem Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen profitieren können.

„In der Regel geht es dabei um hochwertige E-Fahrräder (E-Bikes), bei denen das Leasing über eine so genannte Gehaltsumwandlung finanziert wird, die theoretisch jeder mit seinem Chef vereinbaren kann“, erklärt Franz Tepe, ZEG-Verantwortlicher für Marketing und Leiter Leasing bei Eurorad.

Leasing, zu deutsch auch „Mietkauf“, ist eine Sonderform der Miete. Im Eurorad-Modell funktioniert der so: Der Arbeitgeber übernimmt als Leasingnehmer bei Eurorad die monatlichen Raten für die Anschaffung eines E-Bikes, das sich der Mitarbeiter gemäß der hausintern verhandelten Absprache in der Regel selbst bei einem der mit der ZEG kooperierenden Fachhändler aussuchen kann. In einem Überlassungsvertrag räumt er dem Mitarbeiter dann das Nutzungsrecht an dem Zweirad ein. Im Gegenzug verzichtet dieser auf einen Teil seines Bruttogehalts in Höhe der monatlichen Leasingraten.

Weil, anders als bei einem Privatkauf, keine Mehrwertsteuer anfällt und sich das zu versteuernde Einkommen für beide Seiten verringert, hat die Umwandlung für beide Seiten Vorteile (siehe dazu Kasten). Lediglich der so genannte „geldwerte Vorteil“ für das Firmenfahrzeug (ein Prozent des Neukaufpreises) wird dem zu versteuernden Gehalt wieder aufgeschlagen.

Bei einer Leasinglaufzeit von 36 Monaten ließen sich die Gesamtkosten für ein 4000 Euro teures Fahrrad um die Hälfte reduzieren, wirbt Eurorad. „Darüber hinaus bieten wir innerhalb der Laufzeit einen Rund-um-Schutz, der unter anderem Wartung, Reparaturen und Diebstahlversicherung beinhaltet“, sagt Franz Tepe. Aufgrund der höheren Geschwindigkeiten und längerer Fahrstrecken sei der Verschleiß – etwa an Bremsen oder Akkus – deutlich höher als bei herkömmlichen Rädern. „Alles was innerhalb der drei Jahre an Verschleißreparaturen und Wartungsarbeiten anfällt, ist mit der Leasingrate abgegolten und wird von uns übernommen“, erklärt Tepe. Gleiches gelte für Schäden durch Vandalismus, Sturz- oder Unfälle.

Scheidet der Mitarbeiter – egal aus welchem Grund – vor Ablauf der Leasinglaufzeit aus dem Betrieb aus, ist er verpflichtet, das E-Bike zum buchhalterischen (Rest)wert zu übernehmen. Dieser ergibt sich aus der abgezinsten Summe der noch ausstehenden Raten samt Restwert sowie einer untern Umständen anfallenden „Vorfälligkeitsentschädigung“. Da das Modell steuerlich begünstigt wird, fällt diese aber fast immer günstiger aus als es ein Barkauf im Laden täte. Läuft der Leasingvertrag regulär aus, hat der Arbeitgeber (Leasingnehmer) dank eines so genannten „Andienungsrechts“ die Möglichkeit das E-Bike zum vorab vereinbarten Restwert-Preis vom Leasinggeber (Eurorad) zu erwerben.

Da er an dieser Kaufoption in der Regel kein Eigeninteresse hat, wird diese vorab an den Mitarbeiter abgetreten, der das Rad zum nun deutlich günstigeren Restwert in Höhe von zehn Prozent des Neukaufpreises übernehmen kann.

Zum Imagegewinn und eingesparten Lohnnebenkosten, gesellen sich geringere Ausgaben für die Mobilität der Mitarbeiter und dafür notwendige Ausgaben etwa für Parkflächen. Zugleich fördert und erhält ein Arbeitgeber so aktiv die Gesundheit der Beschäftigten, in Zeiten des demografischen Wandels in vielen Betrieben ein zunehmend wichtiger Aspekt. Neben der Sache mit dem sinnvollen Klimaschutz.