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Fahrrad-Sternfahrt: Kölns Radfahrer wollen mehr Rechte

Ins Rollen gekommen: Die Teilnehmer der Sternfahrt trafen sich in der City. (Foto: Hanano)

Ins Rollen gekommen: Die Teilnehmer der Sternfahrt trafen sich in der City. (Foto: Hanano)

Köln -

Die Autofahrer mussten sich gedulden, als am Sonntagnachmittag 2000 Radfahrer die Pilgrimstraße zwischen Rudolfplatz und Neumarkt „blockierten“. Mit ihren Rädern, Tandems, Liegerädern und sogar Rikschas kamen die Teilnehmer der achten Kölner Fahrrad-Sternfahrt nicht nur aus dem gesamten Kölner Stadtgebiet, sondern auch aus Bonn, Düsseldorf, Neuss und dem Bergischen Land, um für bessere Radverkehrsbedingungen zu demonstrieren.

An 30 Treffpunkten im gesamten Stadtgebiet hatten sich die Radler zuvor versammelt und fuhren in Gruppen über neun verschiedene Routen in die Innenstadt. Dort fand um 15 Uhr eine Kundgebung auf dem Heumarkt statt, bei der unter anderem Vertreter des ADFC Köln sowie Bezirksbürgermeister Andreas Hupke vertreten waren. Viele der Teilnehmer konnten aus eigener Erfahrung von den prekären Bedingungen für Radler berichten: „Mit dem Rad von der Innenstadt nach Sülz rein ist eine Katastrophe“, berichtet Mathias Rumpel, der mit Frau Rania Dimtsia und dem vierjährigen Söhnchen Marlon im Kindersitz mitgefahren ist. Ein anderer Teilnehmer berichtete von Radwegen in Eil, die „fast nicht mehr befahrbar“ seien.

Für Joachim Schalke, erster Vorsitzender des ADFC Köln, ist die Abstellsituation mit eines der größten Probleme in Köln. „Der Radverkehr sollte den selben Stellenwert haben wie der Autoverkehr“, fordert er. Immerhin steigen immer mehr Kölner aufs Rad um: wurden 2009 laut Organisatoren noch 12 Prozent aller Wege in Köln mit dem Rad zurückgelegt, seien es heute 15 Prozent. Die Radinfrastruktur sei aber „längst am Limit angelangt“.


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