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Großeinsatz am Kölner Bahnhofsvorplatz: Kölner Polizei setzt 200 Demonstranten am Hauptbahnhof fest

Etwa 200 Demonstranten werden von der Polizei vor dem Hauptbahnhof festgehalten.

Etwa 200 Demonstranten werden von der Polizei vor dem Hauptbahnhof festgehalten.

Foto:

Hanano

Köln -

Rund 200 Demonstranten hat die Polizei am Sonntag am Hauptbahnhof festgehalten. Die Gruppe aus Russen und Russland-Deutschen hatte sich bereits seit Samstag in der Stadt aufgehalten und sich am Mittag einer kleinen Pro-Köln-Demonstration mit 50 Personen angeschlossen.

Gruppe plante Gang durch die Altstadt

Die Pro-Köln Demo war gegen Flüchtlinge gerichtet und stand unter der Überschrift „Rapefugees not welcome“, sie führte vom Rathaus bis zum Bahnhofsvorplatz und war bereits nach 20 Minuten beendet. Gegen 16 Uhr plante die russische Gruppe nach Polizeiangaben einen Gang durch die Altstadt. Dies verhinderten die Beamten, indem sie die Demonstranten mit zahlreichen Einsatzwagen auf dem Bahnhofsvorplatz festsetzten.

Die Versammlung ging offenbar auf die angebliche Vergewaltigung eines 13-jährigen Mädchens in Berlin zurück.

Die Polizei kontrollierte alle Personalien der Teilnehmenden. „Wir müssen sehen, mit wem wir es zu tun haben“, sagte ein Beamter der Rundschau. Es seien derzeit viele Menschen in Köln unterwegs, die die Stadt und den Bahnhof als Bühne nutzen wollten.

Angebliche Vergewaltigung in Berlin

In Berlin hatten Samstag zahlreiche Menschen vor dem Kanzleramt gegen sexuelle Gewalt protestiert. Die Demonstranten, die dem Aufruf einer Berliner Organisation von Russlanddeutschen gefolgt waren, trugen Plakate mit sich: „Hände weg von mir und meinem Kind“.

Auch hier ging es offenbar um den angeblichen Vergewaltigungsfall, der in russischen Medien große Aufmerksamkeit erhalten hatte: Demnach sollen Flüchtlinge in der Bundeshauptstadt ein 13-jähriges Mädchen aus dem Stadtteil Marzahn vergewaltigt haben. Banner mit Aufschriften wie "Lisa, wir sind mit dir" bezogen sich in Berlin auf diesen Fall. Tatsächlich soll das Mädchen verschwunden sein, laut Berliner Polizei habe es jedoch weder eine Entführung noch sexuellen Missbrauch gegeben.