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Heliosgelände: 268 Millionen für Schulbauten

, das Schulgelände im Schatten des Helios-Turms – ein preisgekrönter Wettbewerbsentwurf der Architekten Ortner & Ortner. (Visualisierung: O&O Baukunst)

, das Schulgelände im Schatten des Helios-Turms – ein preisgekrönter Wettbewerbsentwurf der Architekten Ortner & Ortner. (Visualisierung: O&O Baukunst)

Köln -

Im Schulausschuss stand gestern ein Schulbau-Paket mit stolzen 268 Millionen Euro Investitionssumme auf der Tagesordnung. Rot-Grün beschloss gegen CDU und FDP die gewichtige Vorlage zum Bau der inklusiven Schulen der Stadt in Kooperation mit der Universität auf dem Heliosgelände, Kosten: rund 91 Millionen Euro ohne Grundstück (wir berichteten). SPD und Grüne beschlossen zudem ihren Änderungsantrag: Geprüft werden soll erneut, ob das Modell als Schulversuch vom Land zu fördern und ob der lange Realisierungszeitraum bis 2022 zu straffen ist. Außerdem wird eine Kostendeckelung befürwortet.

Was die beiden von der Verwaltung vorgeschlagenen Interimsstandorte für die Aufbauphase betrifft, regen SPD und Grüne die erneute Prüfung an, ob statt des umstrittenen vorübergehenden Gesamtschul-standorts Paul-Humburg-Straße für die Startphase eine nähere Alternative wie die Overbeckstraße gegeben sei. CDU und FDP lehnten das Projekt vor allem wegen der Kosten ab.

Beschlossen wurde der Erweiterungsbau für das Genoveva-Gymnasium (17 Millionen), die Erweiterung des Hildegard-von-Bingen-Gymnasiums mit Dreifachturnhalle (26,8), Erweiterung für die Kaiserin-Theophanu-Schule (31,6) und der Neubau der Hilde-Domin-Schule für Kranke (4,6).

Einstimmig auf den Weg gebracht wurde die Sanierung und Erweiterung von Schulbauten mit dem Modell Öffentlich Privater Partnerschaft Los III, das bereits 2006 starten sollte. Kostenvolumen: 97 Millionen. Dazu gehören das Schulzentrum Weiden, die Realschule Fürstenbergstraße und Lassallestraße, Grundschule Wilhelm-Schreiber Straße.

Die Handwerkskammer Köln kritisiert das ÖPP-Projekt als zu teuer, riskant und langwierig. Sie spricht sich für ein „Fachlosverfahren“ aus. Bei ÖPP verpflichtet sich die Stadt über mindestens 25 Jahre, dem Betreiber den Schulbetrieb zu bezahlen. Außerdem sei das Kostenrisiko hoch. Das Vorhaben wurde bereits 2006 geplant, mit veranschlagten 35 Millionen Euro. (MW)