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Kulturpaten: „Feuerwehr“ für Kulturschaffende in Not

Die geehrten Kulturpaten mit Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes (4.v.l.) und Dr. Adele Schlombs (6.v.l.), Direktorin des Museums für Ostasiatische Kunst. (Foto: Belibasakis)

Köln -

Sie beraten bei Umbauarbeiten von Kultureinrichtungen, helfen Kultur-Initiativen bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit, fördern Kindertheaterprojekte, stellen Räumlichkeiten oder Fahrzeuge für Kulturprojekte bereit, sie informieren über finanzielle Fragen und Vertragsrecht für Künstler und bieten Weiterbildungsmöglichkeiten an – um nur einige der Aktivitäten zu nennen.

Mehr als 35 Unternehmen und Freiberufler, die im vergangenen Jahr Kölner Kulturschaffende und Künstler unterstützt haben, ehrte Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes am Montagabend im Museum für Ostasiatische Kunst. „Sie sind Aushängeschilder für die Stadt Köln und ermöglichen Dinge, die sonst nicht möglich wären“, so die Bürgermeisterin. Wie die Feuerwehr helfe der Förderverein „Kölner Kultur-Paten“ immer da, wo er am dringendsten gebraucht werde.

Die Ehrung war zugleich auch eine Jubiläumsfeier. Denn der Kultur-Paten e.V., 1993 von der Industrie- und Handelskammer (IHK), dem Kulturdezernat der Stadt und der Kölner Freiwilligenagentur aus der Taufe gehoben, besteht inzwischen zehn Jahre.

Zweck der Patenschaft ist es, dass Experten aus der Wirtschaft mit ihrem Fachwissen Akteure aus Kultureinrichtungen oder der Kulturszene unterstützen. Das kann ein Theater sein, ein Festival, eine Künstlergruppe oder ein Bürgerhaus mit Kulturprogramm. Beide Partner sollen den „Blick in die andere Welt“ als bereichernd erleben. Bislang seien 393 Patenschaften vermittelt worden, berichtet Projektleiterin Stephanie Kruse vom Kulturdezernat.

Zum Jubiläum hat der Verein vor allem den Wunsch, dass in Zukunft noch weitere Patenschaften zustande kommen. Schon für 200 Euro im Jahr kann ein Unternehmen Mitglied werden. Interessierte können sich unter der Nummer 221-2 67 54 mit Stephanie Kruse in Verbindung setzen.

www.koelnerkulturpaten.de