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Kölnische Rundschau | Lanxess Arena: Betreibergesellschaft wird verkauft
17. July 2012
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Lanxess Arena: Betreibergesellschaft wird verkauft

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Köln -

Nach monatelangen Verhandlungen steht der Abschluss nun bevor: Die Betreibergesellschaft der Lanxess-Arena wird in Kürze verkauft. In den nächsten Wochen wird der Handel nach Informationen der Kölnischen Rundschau über die Bühne gehen. Die Mitglieder des Immobilienfonds sollen dem Verkauf bereits zugestimmt haben. Der Konzern des amerikanischen Öl-Milliardärs Philip Anschutz und der Eintrittskartendienstleister CTS Eventim wollen die Arena in Deutz gemeinsam betreiben . Sie sollen um die fünf Millionen Euro geboten haben.

Mit übernommen wird auch die Trainingshalle der Haie an der Gummersbacher Straße in Deutz, die sogenannte "Kölnarena II", ein wichtiger Punkt bei den Verhandlungen. 2010 machte diese kleine Halle ein Minus von 734 000 Euro. Wie es hieß, seien beide Hallen eine Einheit, ohne die kleinere könnte die Kölner Eishockeymannschaft ihre Spiele nicht in der Lanxess-Arena austragen.

Die Bietergemeinschaft will die Halle außerdem unter der Regie des bisherigen Arena-Geschäftsführers Stefan Löcher weiterführen. Sein Vertrag wurde bis 2016 verlängert.

Die Arena wurde 1998 eröffnet, Eigentümer ist ein Immobilienfonds, in den 70 vermögende Privatleute eingezahlt haben. Der Fonds war vom Bankhaus Sal. Oppenheim und dem Immobilienentwickler Josef Esch aus Troisdorf entwickelt worden. Die Arena-Betreibergesellschaft, die nun verkauft wird, hat die Halle vom Fonds gemietet. 2010 übernahm die Deutsche Bank Sal. Oppenheim als Tochter, sie drängt auf den Verkauf, Sal. Oppenheim hält ein Fünftel der Betreibergesellschaft.

Über viele Jahre war die Köln-Arena ein Verlustgeschäft, der Gesellschafterkreis schoss mehrfach Millionen in das Hallengeschäft. 2009 und 2010 allerdings wurden Überschüsse erwirtschaftet, die Betreibergesellschaft konnte 2010 ein Plus von rund 1,2 Millionen vermelden. (hap)