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Lee Miller: Einzigartige Bilder aus dem befreiten Köln

Foto:

Lee Miller Archives

Köln -

Sie hatte als Fotomodell in New York angefangen, in Paris mit dem weltbekannten Künstler Man Ray gearbeitet, sich einen Ruf als Porträt- und Modefotografin gemacht und in Ägypten Pyramiden und Tempel fotografiert. Doch ihre beeindruckendsten Bilder nahm die im US-Bundesstaat New York geborene Amerikanerin Elizabeth „Lee“ Miller (1907-1977) im Zweiten Weltkrieg auf.

Von 1944 bis 1945 begleitet sie die US-Armee auf ihrem Vormarsch nach Berlin und erlebt dabei auch die Befreiung Kölns als Augenzeugin. Einzigartige Zeitdokumente entstehen. In präzise komponierten Bildern hält Miller die Zerstörung der Stadt fest und schafft bewegende Momentaufnahmen von Menschen an diesem Wendepunkt der Geschichte. Sie zeigt Häftlinge, die gerade aus dem Klingelpütz entlassen wurden. Frauen, die inmitten der Trümmer mit einem Lächeln auf einer Parkbank sitzen. GIs, die vor dem Dom für ein Foto posieren. In manchen Bildern scheint die Erleichterung über die Befreiung vom Nazi-Terror fast mit Händen greifbar. Andere künden von der Unsicherheit angesichts einer ungewissen Zukunft.

In Zusammenarbeit mit der Historischen Gesellschaft Köln und dem Zentral-Dombau-Verein hat der Greven Verlag den hervorragenden Bildband „Lee Miller. Köln im März 1945“ herausgegeben (120 Seiten, 96 Fotografien, 24,90 Euro). Die meisten der spektakulären Bilder werden hier zum ersten Mal veröffentlicht, und das in bestechender Qualität. Ein Muss für jeden, der sich für die Geschichte Kölns interessiert.

Das Buch ist erhältlich im Servicecenter Breite Str. 72 (DuMont Carré). Es kann versandkostenfrei bestellt werden unter Ruf (0221) 567 99 307 oder www.rundschau-online.de/shop