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Leverkusener Brücke: Bürgermeister Wolter plädiert für weniger Spuren auf A1-Brücke

Leverkusener Brücke

Die im Computer erstellte Ansicht zeigt die geplante neue Rheinbrücke bei Leverkusen, Entwurf: Ingenieurbüro Grassi GmbH, Visualisierung: Firmhofer + Günther Architekten.

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dpa

Köln/Leverkusen -

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Andreas Wolter (Grüne), hat den Einspruch der Verwaltung gegen einen zehnspurigen Ausbau der neuen Leverkusener Brücke verteidigt. „Es ist unser gutes Recht, dagegen Bedenken anzumelden“, sagt er bei einer Diskussionsveranstaltung der Kölner Verkehrs-Betriebe. Es gebe durchaus Argumente dafür zu sagen, „Spuren können wegfallen“. Laut Wolter würde sich das auch positiv auf die Kosten auswirken.

Einspruch gegen Entwurfspläne

In der vergangenen Woche hatte der Stadtentwicklungsausschuss per Dringlichkeitsantrag einen Einspruch der Stadt Köln gegen die aktuellen Entwurfspläne für die neue Leverkusener Brücke auf den Weg gebracht. Darin regt die Stadt an, statt der 3,25 Meter breiten Geh- und Radwege, auf beiden Seiten der Brücke einen separaten Gehweg und zusätzlich einen Zweirichtungsradweg von insgesamt sechs Metern Breite zu bauen.

Da fraglich ist, ob das alles neben den geplanten Fahrspuren zu realisieren ist, soll überprüft werden, ob zehn Fahrstreifen dringend notwendig sind. Der Dringlichkeitsantrag war von Wolter und Oberbürgermeisterin Henriette Reker unterschrieben. Nach dem Beschluss im Stadtentwicklungsausschuss forderte der Verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Lino Hammer, in der Rundschau, die Anzahl der Spuren auf acht zu verringern.

Weniger Spuren – weniger Kosten?

Dem Argument, weniger Spuren könnten Kosten senken, widerspricht die FDP. „Wir haben uns bei der Verwaltung zu den Konsequenzen einer veränderten Planung rückversichert. Demnach ist es so, dass die Stadt Köln für Sonderwünsche auch zahlen muss. Breitere Radwege kämen die Stadt teuer“, sagt Reinhard Houben, verkehrspolitischer Sprecher der FDP.

Bei der Diskussionsveranstaltung meldete sich auch der ehemalige Oberbürgermeister Jürgen Roters zu Wort. Er bezeichnete die Änderungswünsche für die Leverkusener Brücke als schädlich für die Stadt.


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