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Michael Heller im Interview: „Für ganz besondere Anlässe“

Der Industriehafen in Deutz: Eine Fläche von rund 35 Hektar soll entwickelt werden. Die Ellmühle (1) wird im Deutzer Hafen bleiben. Begrenzt wird das Areal durch (2) Siegburger Straße, (3) Poller Kirchweg, (4) Eisenbahntrasse, (5) Südbrücke, (6) Schrottplatz, (7) Alfred-Schütte-Allee, (8) Drehbrücke. (Luftbild: Aerophoto)

Der Industriehafen in Deutz: Eine Fläche von rund 35 Hektar soll entwickelt werden. Die Ellmühle (1) wird im Deutzer Hafen bleiben. Begrenzt wird das Areal durch (2) Siegburger Straße, (3) Poller Kirchweg, (4) Eisenbahntrasse, (5) Südbrücke, (6) Schrottplatz, (7) Alfred-Schütte-Allee, (8) Drehbrücke. (Luftbild: Aerophoto)

Herr Heller, ein Filetstück wie den Deutzer Hafen hat man als Stadtentwickler nicht alle Tage, oder?

Nein. Das ist schon was ganz Besonderes – wie eine Flasche Rotwein, die Sie in den Keller legen, und nach 50 Jahren dürfen Sie sie aufmachen.

Wie sollte die architektonische Gestaltung aussehen?

Das müssen die Planverfahren zeigen. Nur so viel: Der Rheinauhafen hat eine Strahlkraft, die weit über die Grenzen Kölns hinausgeht. Die Kranhäuser kennt fast jeder in Deutschland. Warum soll man bei der Entwicklung des Deutzer Hafens nicht noch einen Schritt weiter gehen? Auf keinen Fall sollte er unter dem Niveau des Rheinauhafens bleiben.

Machen Sie sich für den Bau von Hochhäusern stark?

Ich bin der Meinung dass es falsch ist, wenn Leute sagen, da müssen Hochhäuser hin.

Im Speerschen Masterplan wird bei der Entwicklung des Hafens Geduld angemahnt.

Wir können nur sagen: Die Stadt soll nichts überstürzen, sich nicht drängen lassen. Sie sollte sich Ruhe und Zeit nehmen – auch mit Hilfe von Testplanungsverfahren und Einbeziehung der Bürger – und überlegen, was sie mit dieser kostbaren Fläche machen möchte.

Was glauben Sie, wie lange es dauert, bis der Hafen eröffnet wird?

Die Ideen für den Rheinauhafen sind 18 bis 20 Jahre alt. So eine Fläche wie den Deutzer Hafen hat Köln nur einmal. Vielleicht entwickelt man sie etappenweise, vielleicht überlässt man das aber auch der nächsten Generation und ihren Vorstellungen. Wissen Sie, es gibt Flächen, die lässt man liegen – für ganz besondere Anlässe.