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Nord-Süd-Stadtbahn: Bahn im Süden vor der letzten Hürde

Eine Bahn der KVB. (Symbolbild)

Eine Bahn der KVB. (Symbolbild)

Köln -

Die vorzeitige Teilinbetriebnahme des südlichen Abschnitts der Nord-Süd-Stadtbahn bildete in der Vergangenheit schon mehrfach Anlass für politischen Streit, nun wird sie langsam konkret. Derzeit liegen im Stadthaus die Unterlagen zur Einsicht aus. Die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) plant für die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) den Neu- beziehungsweise Umbau der bestehenden eingleisigen Wendeanlage für die Stadtbahnzüge im Bahnhof Rodenkirchen. Das Planfeststellungsverfahren stellt die letzte rechtliche Hürde zur Vollendung des südlichen Teilstücks dar.

Damit das bestehende Gleis in Zukunft als Wendeanlage für die Stadtbahnlinie 17 dienen kann, müssen neue Weichen eingebaut werden. Zwei dieser neuen Weichen werden mit steuerbaren „Herzstücken“ ausgestattet, um die Geräusche zu reduzieren. Die Wendeanlage soll 75 Meter lang werden, der bestehende Fahrerbahnsteig wird um 36 Meter in südliche Richtung verlängert.

„Aus unserer Sicht ist die Baumaßnahme unproblematisch – durch den Umbau wird die Geräuschbelastung für Anwohner sogar noch reduziert“, sagt Gunther Höhn, Leiter der KVB-Planungsabteilung.

Möglicher Beginn 2015

Nachdem die Düsseldorfer Bezirksregierung als Technische Aufsichtsbehörde Anfang Juli der Ampellösung für die Stadtbahnquerung der Rheinuferstraße in Höhe der Südbrücke grünes Licht gegeben hat, ist das nun laufende Feststellungsverfahren das letzte verwaltungsrechtliche Verfahren zur Teilinbetriebnahme der neuen Strecke von der Severinstraße bis Rodenkirchen. Höhn rechnet damit, dass der Umbau der Gleisanlagen Anfang 2015 beginnen kann. Ob der Betrieb dann Ende nächsten Jahres oder ein paar Monate später beginnen kann, in dieser Frage mochte er sich noch nicht festlegen.

Die vorzeitige Teilinbetriebnahme im Süden war bis vor wenigen Monaten ein Zankapfel in der rot-grünen Ratskoalition. Während sie von den Grünen stets befürwortet wurde, verwies die SPD mahnend auf die zusätzlichen Kosten. Im Mai hatte sich der Rat dann mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Bahnen zwischen Severinstraße und Rodenkirchen früher fahren zu lassen. Die Planunterlagen zum Umbau des südlichen Abschlusses liegen bis zum 19. September zu den üblichen Öffnungszeiten im Bauverwaltungsamt im Stadthaus Deutz aus.