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Parkstadt-Süd: Fachjury kürt Anfang Juli Siegerentwurf für Stadtquartier

Diesen Entwurf kürte die Fachjury zum Sieger der Ausschreibung. Oben links verläuft die Luxemburger Straße, an der der Übergang über die Bahngleise auch zu planen ist.

Diesen Entwurf kürte die Fachjury zum Sieger der Ausschreibung. Oben links verläuft die Luxemburger Straße, an der der Übergang über die Bahngleise auch zu planen ist.

Foto:

Visualisierung: Stadt

Köln -

Es sei eine Jahrhundertchance, sagt die Stadt, und es werde ein ganz neues Stadtquartier entstehen: die Parkstadt-Süd und mit ihr die Vollendung des Inneren Grüngürtels. Für den ersten drei Hektar großen Baustein des neuen Areals – zwischen Luxemburger Straße, über das neue Archiv am Eifelwall bis zur Rudolf-Amelunxen-Straße – liegen nun fünf Entwürfe vor. Sie wählte eine Fachjury aus 14 Einreichungen aus.

„Es ist eine Gratwanderung“, sagt Baudezernent Franz-Josef Höing. „Wie markant dürfen die Parkabschnitte sein? Wie opulent darf es werden?“ Zudem müsse es angemessen gepflegt werden können. Die Bürger haben am Samstag, 8. Juli, zwischen 10 und 16 Uhr die Möglichkeit, über die Entwürfe mit den Planern zu diskutieren. Am Vortag, 7. Juli, werden sie zwischen 15 und 18 Uhr bereits ausgestellt. Veranstaltungsort ist InVia, Kapitelsaal, Stolzestraße 1a.

Ein „Gesicht“ für die Grünanlage

Die Jury bevorzugt den Vorschlag der Förder Landschaftsarchitekten aus Essen. Er zeichne sich durch „markante Eingänge“ zum Gelände aus sowie „große offene Wiesen“, wie Franz-Josef Höing sagt. „Es gibt eine klare Wegeführung“. Das neue Archiv sei gut zu sehen, es gebe aber auch Flächen für Spielplätze und Sitzgelegenheiten. Der Wasserspiegel in der Mitte sei optional. „Der Siegerentwurf gibt der Grünanlage ein klares Gesicht.“

Die Stadt rechnet bisher mit Kosten für diesen Bauabschnitt in Höhe von 2,8 Millionen Euro – erst einmal eine grobe Hausnummer, betont Joachim Bauer vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen. 500 000 Euro würden wahrscheinlich zusätzlich benötigt, um die bereits vorhandenen Grünflächen nördlich der Luxemburger Straße an das neue Areal anzuschließen.

Der Entwurf, der von der Jury auf den zweiten Platz gewählt wurde, stammt vom Büro der Landschaftsarchitekten Levin Monsigny in Berlin. Er ist dem ersten Vorschlag recht ähnlich. „Am Archiv bilden die Bäume allerdings einen lockeren Saum“, sagt Höing. Zudem gibt es in dieser Version am südlichen Rand des Plangebiets ein durchgängiges Band von Sportflächen mit vielen Angeboten für Skater oder Streetball-Spieler.

Parkhaus des Justizministeriums noch in den Plänen

Ein weiterer Entwurf wurde vom Büro der Vogt Landschaftsarchitekten aus Zürich eingereicht, den die Jury ebenfalls auf den zweiten Platz wählte. Die Planer sehen dabei große grüne Flächen mit einigen Erhöhungen vor – „ähnlich einer Stadtlichtung“, sagt der Baudezernent. „Es zeigt eine sehr markante Kontur.“ Dadurch wirke der Abschnitt sehr eigenständig. „Vielleicht ist das aber auch zu viel“, befürchtet Höing.

Was bei allen Entwürfen jedoch zu beachten sei: Auf dem rund einen Hektar großen Areal rechts des Archivs steht noch das Parkhaus des Justizzentrums. „Diese Fläche wird noch nicht direkt zur Verfügung stehen“, gibt Joachim Bauer vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen zu Bedenken. Dennoch werde sie schon mit geplant, falls es doch dazu komme, dass das Justizzentrum wegziehe.

Nachdem die Bürger kommende Woche Lob und Kritik äußern können, werden die Architekten die Anregungen bis nach der Sommerpause in ihren Plänen umsetzen. „Danach startet das formelle Vergabeverfahren“, so Bauer. Er geht davon aus, dass der Abschnitt ungefähr im Jahr 2021 oder 2022 fertig sein wird.