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Passagen 2016: Deutschlands größte Designschau in Köln

Die Präsentation "Designers Tower" gastiert diesmal in der Handwerkskammer mit Exponaten junger, teils preisgekrönter Designer aus ganz Deutschland.

Die Präsentation "Designers Tower" gastiert diesmal in der Handwerkskammer mit Exponaten junger, teils preisgekrönter Designer aus ganz Deutschland.

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Voggenreiter

Köln -

Keine andere große Messe in Köln findet in der ganzen Stadt so viel Widerhall wie die "imm cologne". Parallel zur internationalen Möbelmesse vom 18. bis 24. Januar gibt sich auch die Design-Szene wieder ein schillerndes Stelldichein. Die mit fast 200 Ausstellern laut Veranstalterin Sabine Voggenreiter "größte deutsche Designveranstaltung" verwandelt Köln in eine große Bühne für die aktuellen Entwicklungen beim Interior- und Objektdesign.

Internationale Hersteller ebenso wie Designbüros und kreative Netzwerke, dazu Museen, Galerien und Kulturinstitute, Hochschulen sowie Einrichtungshäuser warten auf mit einer faszinierenden Angebotsvielfalt an Klassikern, Innovationen und Upcycling - in jedem Falle unkonventionellen Entwürfen im Hinblick auf Formen, Farben, Funktionen und Materialien.

Es ist eine Plattform, die in Köln immer mehr Raum einnimmt, wie Voggenreiter versichert. So werden die bisher vier Design-Parcours - Belgisches Viertel, Ehrenfeld, Rheinauhafen und Möbelmeile Ringe - diesmal um einen weiteren "Hotspot" bereichert.

"Design18/12" nennt sich das noch kleine, wachsende Designquartier in Sülz-Klettenberg und Zollstock, das sich entlang des Gotteswegs erstreckt, von der Luxemburger Straße mit der Bahnlinie 18 bis zum Höninger Weg mit der Linie 12.

In Ateliers, Läden, Studios und Werkstätten zeigen junge Kreative dort aktuelles Design, Recycling-Produkte und handgefertigte Unikate. Kristallisationspunkt ist die Halle Zollstock, Gottesweg 79, in der das Frechener Keramion mit exklusiven Porzellanarbeiten gastiert.

Unsere Tipps für das Belgische Viertel

Dessen ungeachtet wird nach Einschätzung Voggenreiters das zentral gelegene Belgische Viertel auch diesmal größter Publikumsmagnet sein. Als Startpunkt für einen Bummel empfiehlt sich zum Beispiel das Maria Eetcafe (1), in dessen Lounge die Tischlerei Feinschnitt vor Augen führt, wie sich innovatives Design, Präzision und neueste Technologie mit Handwerk verbinden. Wie hochwertige, unkonventionelle Einrichtung für Küche, Bad und Wohnen aussehen kann, vermitteln in der Nähe der exklusive italienische Hersteller Boffi (2) mit einer Sonderschau, Jan Kath (3) mit seiner "Teppich-Couture" und Konrad Friedel bei La Seda (4) mit seiner sphärisch anmutenden Leuchtenserie. Mut zur Farbe macht mittendrin Petra Buchholz mit Farben und Tapeten von Farrow & Ball (5), wohingegen Jeremias Immig Design im Eco Fashion Laden 'Fairfitters' in der Brüsseler Straße 77 (6) durchaus die Neugier weckt auf Möbelunikate mit Berggeschichte.

Wer in der Küche wie die Profis kurze Wege, perfekte Anordnung und Übersicht liebt, sollte bei cucina Köln (7) einkehren und danach vielleicht noch die Sitzgelegenheiten aus Fahrradschläuchen, Verpackungsnetzen und Holzscheiten in der Galerie 21 (8) bestaunen, ehe es zum Kunstverein Koelnberg (9) geht: Hier sind unter anderem skandinavische Design-Klassiker ausgestellt.

Zum Abschluss des inspirierenden Spaziergangs empfiehlt sich eine kurze Einkehr in der "Wohngemeinschaft" (10), deren Bar junge Designer mit ihren innovativen Leuchten in ganz neuem Licht erstrahlen lassen.

150 000 Besucher werden zu den Passagen erwartet, die sowohl beim Fachpublikum als auch bei interessierten Bürgern hoch geschätzt sind und für den Designer-Nachwuchs ein wichtiges Sprungbrett darstellen.

Neben Ausstellungen und Inszenierungen bietet das Programm noch Vorträge und Workshops. Und nicht zu vergessen die beliebten abendlichen Passagen-Cocktails.