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Radverkehrskonzept in der Kölner Innenstadt: Parkplätze verschwinden für Fahrräder

Als Randerscheinung fühlen sich die Fahrradfahrer in Köln behandelt. Zwar wächst ihr Anteil am Verkehrsmix stetig, doch bei den Investitionen in das Radwegenetz schlage sich das nicht nieder.

Als Randerscheinung fühlen sich die Fahrradfahrer in Köln behandelt. Zwar wächst ihr Anteil am Verkehrsmix stetig, doch bei den Investitionen in das Radwegenetz schlage sich das nicht nieder.

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Meisenberg

Köln -

Köln hat ein Platzproblem. Der Raum der Innenstadt ist begrenzt, das gilt insbesondere für die Verkehrswege. Wenn nun mit dem Radverkehrskonzept Innenstadt den Radfahrern mehr Raum und mehr Bedeutung zugesprochen wird, geht das nicht, ohne andere Interessen zu beschneiden. Das gilt vor allem für Parkplätze am Straßenrand. Dies geht aus der Detailplanung des Konzepts hervor, das die Stadt jetzt veröffentlich hat und der Rat noch beschließen muss.

Beispiel Zülpicher Straße: Diese soll kurzfristig zur Umweltverbundachse werden. Heißt: Die Fahrbahn sollen sich Straßenbahnen, Radfahrer und Anlieger teilen, die Seiten werden durch Poller begrenzt, die für den Lieferverkehr geöffnet werden können. Dadurch würden 62 bis 72 Kurzzeit- und Bewohnerstellplätze wegfallen. Auch am Zülpicher Platz soll nicht mehr geparkt werden dürfen.

Keine Änderung am Rheinufer

Zudem wird das geplante Netz von 45 Fahrradstraßen in Kürze Parkflächen in der Innenstadt kosten. Auf diesen speziellen Straßen hat der Radverkehr Vorrang, der Autoverkehr ist geduldet. Laut Konzept sollen die Stellplätze in der Straße Große Sandkaul wegfallen, „Auf dem Berlich“ entfällt das Parken am westlichen Fahrbahnrand. Für Friesenwall, Agrippastraße, Georgstraße, Große Witschgasse und Adolphstraße soll noch geprüft werden, ob Parkplätze weichen müssen.

Am Rheinufer wird sich hingegen nichts ändern. „Das Fußgängeraufkommen bestimmt das Geschwindigkeitsniveau der Radfahrer“, steht im Konzept. Soll heißen, wenn viel los ist, müssen die Radler ihr Gefährt schieben. Doch werktags morgens und abends im Berufsverkehr sei ein zügiges Vorankommen möglich.