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Silvester-Übergriffe in Köln: Algerischer Tatverdächtiger in U-Haft

Der Bahnhofsvorplatz in Köln an Silvester. (Archivfoto)

Der Bahnhofsvorplatz in Köln an Silvester. (Archivfoto)

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Markus Boehm/dpa via AP

Köln -

Nach den massiven sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht ist ein erster Verdächtiger in Untersuchungshaft geschickt worden, der in direktem Zusammenhang mit den gravierenden sexuellen Belästigungen steht. Dies erfuhr die Rundschau aus Polizeikreisen. Demnach wird einem 26 Jahre alten Mann sexuelle Nötigung und Diebstahl vorgeworfen. „Der Beschuldigte soll eine Frau begrapscht und ihr Handy gestohlen haben“, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Der Mann mit algerischer Staatsangehörigkeit sitzt seit dem Wochenende in Untersuchungshaft.

Er wurde nach weiteren Informationen der Rundschau am Samstag in einer Flüchtlingsunterkunft in Kerpen festgenommen. In ihrer Vernehmung betonte die Frau, dass sie in der Silvesternacht von einer Gruppe Männern umringt und massiv sexuell belästigt wurde. Das der Frau gestohlene Handy konnte bei dem 26-Jährigen sichergestellt werden. Nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft ist der Mann nicht vorbestraft. Bisher sitzen nach den Vorfällen der Silvesternacht ausschließlich Personen wegen Diebstahls oder beispielsweise Hehlerei in U-Haft.

„381 Anzeigen haben sexuellen Hintergrund“

Noch zwei weitere Männer aus Algerien wurden am Wochenende durch die Ermittlungsgruppe „Neujahr“ festgenommen, einer davon in Aachen. Sie sollen Handys gestohlen haben und sitzen ebenfalls in Untersuchungshaft. Mittlerweile liegen den Behörden in Köln 766 Anzeigen von Opfern der Silvesternacht vor. „381 Anzeigen haben einen sexuellen Hintergrund“, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Insgesamt wird von der Sonderkommission „Neujahr“ gegen 21 Beschuldigte ermittelt.

Kein Essen mehr auf der Straße für Beamte

Dies gelte auch für das Essen auf der Straße. Kürzlich habe es eine Beschwerde von einem Bürger gegeben, dass um 0.40 Uhr ein Streifenwagen falsch vor einer Dönerbude geparkt hätte.