Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Region und der ganzen Welt

Sperrzone Hauptbahnhof: Hools demonstrieren gegen Salafisten

Symbolbild.

Symbolbild.

Foto:

dpa

Köln -

Diese Demonstration versetzt die Sicherheitsbehörden in Alarmbereitschaft: Am Sonntag werden in Köln gewaltbereite Fußball-Chaoten am Hauptbahnhof gegen Salafisten auf die Straße gehen. Erwartet werden rund 1300 Hooligans. Bei einer Gegendemonstration werden ebenfalls mehrere hundert Teilnehmer erwartet.

Schon seit Monaten beobachten die Ermittler des Staatsschutzes, dass gewaltbereite Fußballfans mehr und mehr Front gegen radikal-islamische Salafisten machen. „Diese Tendenz macht uns Sorgen. Besonders weil auch viele Rechtsextreme bei den Hooligans mitmachen“, sagte ein leitender Ermittler der Rundschau. Im Internet drohe die Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ mit Gewalt, sollte die Politik nicht stärker gegen die vermeintliche Islamisierung Deutschlands vorgehen.

Angemeldet habe die Demo am Sonntag eine Person aus dem rechten Spektrum aus Mönchengladbach. Schon mehrfach gab es Kundgebungen von „Hooligans gegen Salafisten“, die aber weitgehend ohne Störungen abliefen, sagte ein Polizeisprecher. Für den Sonntag kündigt die Polizei Verkehrsbehinderungen rund um den Hauptbahnhof, Dom und im Kunibertsviertel an. Die Hooligans würden etwa von 15 bis 17 Uhr vom Breslauer Platz durch das Kunibertsviertel laufen, dort wird auch eine Gegendemonstration von „Wir stellen uns quer“ stattfinden. Den genauen Ablauf will die Polizei heute mitteilen. Von Krawallen gehen die Beamten zunächst nicht aus, zumal keine Salafisten erwartet werden. Allerdings glaubt die Polizei, dass auch Linksautonome anreisen und die Hooligans provozieren könnten.