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Tourismus-Rekord: Köln hat die sechs Millionen fast geknackt

Aussichtsplatz mit bestem Blick auf den Dom: Mit dem schicken Rheinboulevard hat sich Köln einen Anziehungspunkt für Touristen auf der rechten Rheinseite geschaffen. (Foto: Hanano)

Aussichtsplatz mit bestem Blick auf den Dom: Mit dem schicken Rheinboulevard hat sich Köln einen Anziehungspunkt für Touristen auf der rechten Rheinseite geschaffen. (Foto: Hanano)

Köln -

Der Chef spricht von „sensationell“, „exorbitant“ und vom „besten August in der Geschichte Kölns“ – touristisch gesehen. Josef Sommer, Leiter von Köln-Tourismus, hatte am Freitag das Vergnügen, ein Rekordergebnis zu verkünden: Im vergangenen Jahr verzeichnete Köln mit 5,98 Millionen Übernachtungen einen Rekord. Seit dem Jahr 2000 hat sich diese Zahl verdoppelt. Und weil der Städtetourismus weiter boomt und auch Messe und Lanxess-Arena Rekorde eingefahren haben, wünscht Sommer sich mehr als die vorhandenen 32 000 Hotelbetten. „Uns fehlen Hotels, zumal das Angebot, etwa durch die Renovierung des Dom-Hotels, geschrumpft ist.“

Mit 2,08 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste konnte ein Plus von 6,6 Prozent erzielt werden. Zwei Drittel aller Übernachtungsgäste kamen aus Deutschland, so Sommer, die Schweizer („eine sehr kaufkräftige Klientel“) rückten mit 108 593 Übernachtungen (+11,4 Prozent) von Platz 6 auf Platz 5 vor, bei den Spaniern lag der Zuwachs sogar bei 40,1 Prozent (92 111 Übernachtungen). Die Krise in Russland führte zu einem Rückgang von einem Drittel.

Die ersten vier Monate 2015 seien „sensationell gut gelaufen“, berichtete Sommer, auch die Sommermonate hätten viele Touristen angelockt. Im August habe man 600 000 Übernachtungen registriert, „der beste August in der Geschichte Kölns“. Die Anschläge in Paris am 13. November hätten dann als Schock für den Städtetourismus gewirkt.

Nach den Übergriffen in der Silvesternacht am Hauptbahnhof habe Köln-Tourismus mehr als 500 Anfragen von Medienpartnern, Agenturen oder Reiseveranstaltern erhalten, die unsicher gewesen seien, ob man sich Karneval nach Köln trauen könne. „Wir hatten erstaunlicherweise wenig Stornierungen, aber es herrschte eine große Verunsicherung.“ Im Dezember gingen die Übernachtungen der Franzosen um 13,6 Prozent, die der Belgier um 7,6 Prozent und die der Niederländer um 6,8 Prozent zurück. Im April werde man Zahlen zur Entwicklung des Jahresbeginns liefern können.

In diesem und dem kommenden Jahr setzt Köln-Tourismus den Schwerpunkt „#urbanCGN – cologne urban lifestyle“, erklärte Stephanie Kleine Klausing, Chefin des Cologne Convention Bureau. Zu deutsch: Die Besucher wollen auch das sehen, was nicht in erster Linie touristisch besetzt ist, wo sich die städtische Szene trifft – vom „Museum für verwandte Kunst“ im Belgischen Viertel über das Sommerfest des Luisenviertels, den Nachtflohmarkt bis zum Design Quartier Ehrenfeld.

Kleine Klausing warf auch einen Blick auf das Rekordjahr des Kongress- und Tagungsmarktes – obwohl das Staatenhaus in Deutz nicht mehr verfügbar war. Im vergangenen Jahr fanden an 166 Orten 47 900 Veranstaltungen (plus 5 Prozent) mit 3,76 Millionen Teilnehmern statt. Die meisten Veranstalter kommen aus dem Bereich Banken und Versicherungen sowie Medizin und Pharma. Besonders stark gewachsen seien bei den Tagungen und Kongressen die Segmente von 21 bis 50 und 250 bis 500 Teilnehmern.

Dieses Jahr sind in der Arena bereits 120 Veranstaltungen fest gebucht. Für die Eishockey WM 2017 in Paris und Köln liefen bereits jetzt Planungen für die Vermarktung.


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