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Wegen Sturm schneller als sonst: 230 Mitarbeiter gegen den Rosenmontagsmüll

In bester Laune verrichtete diese AWB-Mitarbeiterin im Rosenmontagszug ihren Dienst und räumte Verpackungen für das Wurfmaterial beiseite. (Foto:
Belibasakis)

In bester Laune verrichtete diese AWB-Mitarbeiterin im Rosenmontagszug ihren Dienst und räumte Verpackungen für das Wurfmaterial beiseite. (Foto:

Belibasakis)

Köln -

In Windeseile sammelten die 230 AWB-Mitarbeiter Kartons, Plastik und zerquetschte Kamelle ein. „Bei den Zellophan-Verpackungen müssen wir uns besonders sputen“, sagte Michael Vater, der Leiter der Straßenreinigung: „Die weht uns der Wind sonst davon.“ 230 Mitarbeiter hatte er an diesem Rosenmontag zur Seite und 84 Reinigungsfahrzeuge. Und wegen des angekündigten Sturms musste die Arbeit viel schneller als gewohnt vonstatten gehen.

„Als wir heute Morgen im Klatschregen losgefahren sind, dachte ich: ,Das wird ein Geisterzug. Da kommt nichts zusammen‘“, sagte Vater: „Aber dann kam die Sonne raus, und schließlich lag der gleiche Kram auf der Straße wie immer.“ In sechs Trupps hatte der Chef der Straßenreinigung seine Leute aufgeteilt. Er schätzt: „Da wird am Ende des Tages wohl die gleiche Menge wie im vorigen Jahr rauskommen: Das waren 450 Kubikmeter.“ Obwohl die ganz großen Karnevalswagen nicht an den Start gerollt waren, sei doch das Wurfmaterial auf die Strecke transportiert worden. „Am Ende kommt es darauf an, wie lange die Leute nachher noch feiern“, erklärt Vater.

Die größten Schwemmfahrzeuge mussten ran. Sie spülen die Straße mit leichtem Druck frei: „Der Strahl aus der Froschmauldüse packt keine Kaugummis, aber doch die Bonbons“, sagte Vater.