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Altenheim „Haus Marienhöhe“ in Dahlem: Schotterweg löst Unmut bei Senioren aus

2016-02-11 DA Weg Altenheim 03
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Johannes Puderbach

Dahlem -

Der Saarländische Schwesternverband will, wie diese Zeitung neulich berichtete, sein in Dahlem gelegenes Altenheim „Haus Marienhöhe“ erweitern. Der Sozialverband hat von der Gemeinde vier benachbarte Bauparzellen gekauft, um dort ein Angebot für betreutes Wohnen zu errichten.

Nachdem der Bericht erschienen war, meldete sich eine Zeitungsleserin aus Dahlem mit einer Beschwerde. Als regelmäßige Besucherin des Heimes komme sie mit den Bewohnern und deren Angehörigen immer wieder ins Gespräch. Dabei werde seit Jahren bemängelt, dass der Gehweg rund um das Haus immer noch nicht befestigt sei.

Belag ungeeignet

Bewohnern mit Rollator sei ein Spaziergang ums Haus nicht möglich, von Rollstuhlfahrern ganz zu schweigen. Unterarmstützen würden sich in den Schotter bohren, und für Fußgänger auf Krücken sei die Steigung zu steil und der Belag ungeeignet. Im Übrigen sei auch die Zufahrt für die Feuerwehr mangelhaft, weil der Untergrund noch nicht befestigt sei.

Im Leitbild des Schwesternverbands heiße es: „Ziel unserer Arbeit ist es, hilfsbedürftigen Menschen zu einem gelingenden Alltag mit einer möglichst selbstbestimmenden Teilhabe zu führen.“ Dies entspreche angesichts der gravierenden Mängel im Außenbereich keinesfalls der Realität, so unsere Leserin. Es könne nicht sein, dass dieser Mangel unmittelbar vor der Tür des Hauses Marienhöhe seit Jahren nicht behoben worden sei.

Dank der hervorragenden Leitung des Seniorenheims gebe es im Haus einen hervorragenden Pflegestandard, berichtete die Leserin. Das Personal sei sehr gewissenhaft, freundlich und zuvorkommend. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen habe das Altenheim im vergangenen September sogar mit der Note 1,0 zertifiziert.
In einem Brief an den Saarländischen Schwesternverband habe sie ihren Unmut über die Zustände im Außenbereich kundgetan. In seiner Antwort habe der Verband auf den Bauträger des

Altenheims verwiesen, der für die Instandsetzung des Gehwegs zuständig sei. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sei nichts geschehen. „Wie lange die Bewohner im Haus Marienhöhe noch vertröstet werden, weiß ich nicht“, so die Dahlemer Bürgerin. Daraufhin befragte diese Zeitung Karla Müller, die Leiterin der Einrichtung, zu den Vorwürfen. Sie hatte gute Nachrichten parat: „Der Auftrag für die Herrichtung des Wegs ist schon erteilt.“ Eigentlich habe das beauftragte Unternehmen die Arbeiten schon im vergangenen Herbst ausführen wollen. Doch wegen des Wetters habe es den Einsatz verschoben. „Ende März/Anfang April, wenn der Frühling kommt, soll der Weg gemacht werden“, kündigte sie an. Karla Müller bestätigte, dass es Beschwerden von Bewohnern wegen des Wegs gab. Doch der Schwesternverband sei für den Zustand des Weges nicht verantwortlich. Denn ein Investor habe das Gebäude für den Träger errichtet.

Wegen der Bauausführung sei auch ein Rechtsstreit anhängig, es habe schon etliche Treffen mit Rechtsanwälten gegeben. Trotzdem habe man nun die Bauarbeiten in Auftrag gegeben.