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19-Jähriger gesteht zwölf Taten: Brandstifter konnte nicht aufhören Feuer zu legen

Im September 2015 brannten auf einem Feld bei Floisdorf Strohballen. Auch hier hatte der 19-Jährige gezündelt.

Im September 2015 brannten auf einem Feld bei Floisdorf Strohballen. Auch hier hatte der 19-Jährige gezündelt.

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Arndt

Euskirchen -

Im vergangenen Spätsommer wurden Landwirte von einer Brandserie heimgesucht. Zwölf Mal brannte es in der Nähe von Euskirchen, Floisdorf, Glehn, Eicks und Berg. Strohmieten und landwirtschaftliche Gebäude wurden ein Raub der Flammen. Es entstand ein Schaden von 268.000 Euro. Der kam vor allem deshalb zusammen, weil in zwei Fällen auch Gebäude, in denen Gerätschaften und Saatgut gelagert waren, in Flammen aufgingen.

Im Oktober ermittelte die Polizei den Brandstifter und nahm den 19-Jährigen, der laut Staatsanwaltschaft damals Mitglied einer Feuerwehr-Löschgruppe aus dem Mechernicher Stadtgebiet war, fest. Der junge Mann musste sich am Mittwoch vor dem Schöffengericht im Euskirchener Amtsgericht für seine Taten verantworten.

„Ich war ein anderer Mensch in diesen Momenten. Es war, als würde ich von jemand anderem gelenkt“, beschrieb der Mann aus dem Mechernicher Stadtgebiet vor Gericht, warum er die Brände gelegt hatte. Mehrere Menschen aus seinem Umfeld wurden als Zeugen gehört. Sie beschrieben ihn allesamt als ruhigen Menschen, als jemanden, der Problemen und Streitereien aus dem Weg gehe.

Er selber erklärte, er habe sich nach den Taten geschämt: „Ich habe mir eingeredet, dass ich es schaffen kann, dass das nicht noch einmal passiert.“

Auf dem Heimweg von seiner Freundin oder von Freunden habe ihn aber immer wieder der Drang zu zündeln überkomme. Dann sei er zur nächstbesten Strohmiete gefahren und habe sie anzündet.

  1. Brandstifter konnte nicht aufhören Feuer zu legen
  2. Gutachter attestiert dem 19-Jährigen eine dissoziative Störung
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