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Karnevalszug in Hecken: Den letzten Zoch erwischte der Sturm

Kräftiger Regen und stürmische Böen beendeten den Zug vorzeitig.

Kräftiger Regen und stürmische Böen beendeten den Zug vorzeitig.

Hellenthal-Hecken -

Da hatte am Ende der avisierte Sturm doch noch einen Zoch durcheinandergewirbelt. Im Sturmschritt legten die Teilnehmer des Heckener Veilchendienstagszugs die letzten Meter des Weges zurück und flüchteten sich vor den vom Himmel stürzenden Wassermassen in den trockenen Festsaal. Ein wenig zu gemütlich hatten es die Teilnehmer bei ihrem Umzug angehen lassen, sodass das Ende im Platzregen unterging.

Dabei war es den Organisatoren gerade gelungen, die Wagen erfolgreich in die „Todeskurve“ zu lotsen. Diese Schleife der Altenbergstraße macht den Heckener Zug für die Organisatoren von der IG Ländchen und für die Wagenbauer zu einer Herausforderung. „Wir machen in jedem Jahr für die Teilnehmer einen Ortstermin“, berichtete Guido Knips, der mit Mario Lautwein die Zugleitung hatte. Auf rund 220 Metern muss sich der gesamte Zoch hier zusammenquetschen, bis die Zugspitze wieder freie Fahrt hat. Gerade war es der KG Konfetti mit ihrem Wagen gelungen, sich unter der nur 3,80 Meter hohen Stromleitung durchzufriemeln, da brach das Unwetter los.

Die Witterungsunbilden hatten schon seit dem Vormittag die Zugleitung in Atem gehalten. Erstaunt hatte sie registrieren müssen, dass plötzlich mehrere Zentimeter Schnee lagen. „Mehrere Gesellschaften haben angerufen, ob der Zug überhaupt geht“, so Knips. Vorsichtshalber wurde Salz gestreut, doch Glätte war nachher nicht mehr das Thema.

Aus allen Teilen der Eifel waren die Jecken angereist, um mit dem Heckener Zoch der Session ein würdiges Ende zu setzen. Außer den vielen Gruppen aus dem Ländchen und dem Hellenthaler Gemeindegebiet kamen die Teilnehmer aus Engelgau, dem Schleidener Raum und sogar aus Disternich. „Ich weiß auch nicht, wie die alle zu uns finden“, freute sich Knips über den Zuspruch der Jecken, die ausgelassen in den Heckener Straßen feierten.

„Sid“ war vom Winde verweht

Eigentlich war das erste Wetteropfer bereits auf der Anfahrt zu beklagen gewesen. Mit „Sid, dem Zuchföhrer“ hatten Mike und Edith Schneider eigentlich die Narrenparade anführen wollen. Doch kurz hinter Wiesen hatte der Fahrtwind die mehrere Meter große Figur, die den Anhänger zierte, heruntergeweht.

So gingen die Schneiders ohne „Sid“ dem Zug voran und kredenzten den Jecken wärmenden Kaffee und Kakao. „Ich bin jetzt Ehrenpräsident“, berichtete Mike Schneider stolz. 20 Jahre hatte er die Sitzungen der IG Ländchen geleitet. In diesem Jahr hat er das Amt an Mario Lautwein abgegeben.