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Karrieremöglichkeiten: Studenten auf Eifel-Expedition

„Steel in Motion“-Geschäftsführer Udo Adriany
empfing die Studenten in Kall und erläuterte ihnen das Projekt „Jobexpedition“.

„Steel in Motion“-Geschäftsführer Udo Adriany

empfing die Studenten in Kall und erläuterte ihnen das Projekt „Jobexpedition“.

Foto:

Hilgers

Kall -

„Unter den Aachener Studenten wurde eine Befragung durchgeführt. Die Studenten sollten angeben, welche Betriebe sie in der Eifel kennen. Die meisten antworteten mit zwei Produkten: Bitburger Pils und Gerolsteiner Sprudel“, so Maria Breuer, Geschäftsführerin der Technik-Agentur Euskirchen (TAE).

Für Auswärtige sei die Eifel eine strukturschwache Region, so Breuer. Um junge Fachkräfte und Absolventen der Hochschulen auf die beruflichen Perspektiven in der Eifel aufmerksam zu machen, riefen die TAE und die Fachhochschule Achen die „Jobexpedition“ ins Leben, die gestern in der Nordeifel Premiere hatte.

Studierende des Masterstudiengangs Bauingenieurwesen der Fachhochschule Aachen brachen frühmorgens mit einem Bus zur „Jobexpedition“ auf. Ihr Ziel: die Müller & Sohn Stahlbau GmbH im Kaller Gewerbegebiet II. Die „Jobexpedition“ fand im Rahmen des Wirtschafts-Förderungsprojekts TeTRRA (Technologytransfer and Recruiting in Rural Areas) statt und steht in enger Verbindung zur Veranstaltung „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ vom 28. November bei der Kreissparkasse Euskirchen.

Die 19 Studenten konnten sich in Kall mit den Geschäftsführern Thomas Müller von Stahlbau Müller, Kurt Heinen von Heinen Automation in Monschau und Michael Gottschalk von ID (Ingenieure & Dienstleistungen) aus Euskirchen unterhalten. Die drei Partnerunternehmen für den Bereich Sondermaschinenbau haben sich zur „Steel in Motion GmbH“ mit Sitz in Euskirchen zusammengeschlossen, deren Geschäftsführer Udo Adriany die Studenten gestern in Kall begrüßte.

Mit der Aktion sollen Fachkräfte aus den Ballungsräumen in die Eifel gelockt werden. Andererseits soll auch bewirkt werden, dass ausgebildete junge Menschen aus der Eifel nicht in die Ballungsräume abwandern.

Es sei abzusehen, so Michael Gottschalk und Maria Breuer, dass auf die mittelständischen Eifeler Unternehmen ein spürbarer Fachkräftemangel zukomme. „Die Studenten sollen heute im Betrieb von Stahlbau Müller den Produktionsprozess kennenlernen“, so Breuer. Sie sollten in Kall während eines Rundgangs durch die Fertigungshallen einen praxisnahen Einblick in die Stahlbaufertigung erhalten.

Im Vorfeld war natürlich darauf geachtet worden, dass Studierende und Betriebe zusammenpassen. So arbeitet Breuer mit Prof. Dipl.-Ing. Jörg Laumann, der an der Aachener Fachhochschule Stahlbau lehrt, zusammen. Seine Studenten haben schon Betriebe in den Kreisen Heinsberg und Düren und in der StädteRegion Aachen besucht.

Breuer verspricht sich von der „Jobexpedition“ , dass die Studenten in den Betrieben Studien-Arbeiten erstellen oder dort Praktika absolvieren und vielleicht nach einem oder zwei Jahren sogar dort ihre berufliche Karriere starten.

Geschäftsführer Michael Gottschalk nennt die „Jobexpedition“ eine „zukunftsorientierte Maßnahme“. Abgesehen von zeitweisen Engpässen könnten die Eifeler Betriebe den aktuellen Bedarf an Arbeitskräften durchaus decken. Aber man müsse für die Zukunft vorsorgen. Die mittelständischen Eifeler Betriebe böten jungen Menschen den Vorteil, dass sie hier nicht nur „für eine Ventilklappe“ zuständig seien, sondern in den gesamten Betriebsablauf eingebunden würden. „Es muss Spaß machen, bei uns zu arbeiten“, so sein Credo. „Das gute Arbeitsklima ist bei uns das alles entscheidende Thema.“

Nach der Nordeifel-Premiere gestern in Kall sollen weitere „Jobexpeditionen“ folgen, versprach Maria Breuer. Aus der Premiere soll eine regelrechte „Expeditions-Reihe“ werden.


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