Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Region und der ganzen Welt

Rüdesheimer Platz: „Engel der Kulturen“ zur Eröffnung

schauten zu, als der Künstler Gregor Merten aus Burscheid den „Engel der Kulturen“ auf dem neuen Platz installierte. Hier wird die Intarsie ausgebrannt, später wird sie vor dem Düsseldorfer Landtag in den Boden eingelassen. (Foto: Mager)

schauten zu, als der Künstler Gregor Merten aus Burscheid den „Engel der Kulturen“ auf dem neuen Platz installierte. Hier wird die Intarsie ausgebrannt, später wird sie vor dem Düsseldorfer Landtag in den Boden eingelassen. (Foto: Mager)

Euskirchen -

Doris Sauer sitzt auf dem Fundament des alten Rüdesheimer Tores, das während der Baumaßnahme entdeckt worden war, und nun als Sitzgelegenheit auf dem Rüdesheimer Platz dient. „Der Platz ist wirklich gelungen“, sagt die Euskirchenerin, während ihr Blick über den Platz schweift: „Vor allem, wenn man bedenkt, wie es hier früher aussah.“

Daran erinnert auch der Bürgermeister kurz darauf in seiner Rede. „Ein wenig desolat“ beschreibt Dr. Uwe Friedl das frühere Aussehen des Areals. Vorbei und vergessen.

Sechs Jahre, nachdem sich Politik und Verwaltung zum ersten Mal mit der Sanierung der Viehplätzchenviertels in Euskirchen befasst haben, ist es nun soweit: Friedl und Planer Dr. Harald Heinz enthüllen das Schild, auf dem zu lesen ist: Rüdesheimer Platz.

Alle zogen an einem Strang

Er ist das Herzstück und der Eingangsbereich des Viertels, das bereits durch international besetzte Fußball-Turniere und Tanzveranstaltungen seinen multi-kulturellen Charakter unterstrichen hat. So auch gestern, auch wenn „Dostluk Baris“, die türkische Volkstanzgruppe aus Euskirchen, wegen des Grubenunglücks in der Türkei den vorgesehenen Auftritt abgesagt hatte.

So wie sich das Areal nun darstellt, haben es sich die Initiatoren wohl vorgestellt: Mehrere Dutzend Bürger haben an den Tischen der Eisdiele Platz genommen, sitzen auf den Blöcken oder warten darauf, dass die Boule-Bahn eröffnet wird.

So wünsche er sich das auch, wenn er künftig nach Euskirchen komme, betont Planer Harald Heinz: Mühen und Geld (siehe unten) hätten sich gelohnt.

Alle hätten an einem Strang gezogen – und das Ergebnis könne sich sehen lassen, so Heinz, bevor die Künstler Gregor Merten und Carmen Dietrich mit ihrer Aktion „Engel der Kulturen“ (siehe Kasten) dem Platz eine weitere Besonderheit verleihen.

Die Ursprungsplatte der Intarsie kommt aus Coburg, der Ausschnitt aus Euskirchen werde in Kürze am NRW-Landtag in Düsseldorf angebracht, bevor der dort entstehende Ausschnitt in der Kölner Keupstraße im Rahmen der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nagelbomden-Anschlags vor zehn Jahren angebracht werden soll.

Diese Stationen beeindrucken auch Bürgermeister Uwe Friedl. „Von Euskirchen nach Düsseldorf und von da nach Köln – mehr Völkerverbindung geht eigentlich kaum“, betont das Stadtoberhaupt verschmitzt.


Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?