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Aggertal-Gymnasium: Sanierung startet mit Aula-Abriss

Bürgermeister Dr. Gero Karthaus (r.) und Goldbeck-Geschäftsführer Dr. Andreas Iding unterzeichneten gestern den Vertrag über eine öffentlich-private Partnerschaft zur Sanierung und Unterhaltung des Aggertal-Gymnasiums. (Foto: Krempin)

Bürgermeister Dr. Gero Karthaus (r.) und Goldbeck-Geschäftsführer Dr. Andreas Iding unterzeichneten gestern den Vertrag über eine öffentlich-private Partnerschaft zur Sanierung und Unterhaltung des Aggertal-Gymnasiums. (Foto: Krempin)

Engelskirchen -

Nun ist es fix: Für 15,2 Millionen Euro wird das Aggertal-Gymnasium (ATG) in Engelskirchen ab dem Frühjahr 2014 von Grund auf saniert und teilweise neu gebaut. Das übernimmt das Bielefelder Unternehmen Goldbeck, mit dem die Gemeinde gestern den Vertrag über eine öffentlich-private Partnerschaft unterzeichnet hat. Bürgermeister Dr. Gero Karthaus spricht von einem „Meilenstein in der Geschichte Engelskirchens“ und sagt: „Im Gesamtvolumen ist es das größte Vorhaben, das die Gemeinde jemals gestemmt hat.“

2016 soll auch letztes Gebäude fertig sein

Die Gymnasiasten werden während der zweijährigen Bauzeit gleich mehrmals innerhalb der Schulgebäude umziehen müssen – denn saniert wird während des laufenden Schulbetriebs. Wie der Gesamtschulkomplex in der Nachbargemeinde Marienheide, dessen Sanierung ebenfalls Goldbeck übernommen hatte, wird auch das ATG etappenweise in eine moderne Schule umgewandelt. Anfang 2016 soll auch das letzte Gebäude bezugsfertig sein (siehe Kasten).

Die Gesamtfläche des Schulkomplexes wird nahezu unverändert bleiben, jedoch entsteht durch eine optimierte Raumnutzung mehr Platz für den Lehrbetrieb. Die verschiedenen Jahrgangsstufen werden in einzelnen Clustern untergebracht; jede hat ihre Kommunikations- und Lernecke. Die Oberstufe bekommt ihren eigenen Bereich, und die Verwaltung wird ebenfalls an einem Ort konzentriert. Schulleiter Balthasar Rechner erwartet, dass der Ganztagsbetrieb zum Schuljahr 2015/2016 beginnen kann.

Dem jetzigen Vertragsabschluss vorausgegangen war eine intensive, mehr als einjährige Planungsphase (wir berichteten), bei der die Kölner VBD Beratungsgesellschaft für Behörden assistierte. Das Projekt wurde europaweit ausgeschrieben, Goldbeck bekam schließlich den Zuschlag. In der vergangenen Woche gab die Kommunalaufsicht der Kölner Bezirksregierung grünes Licht zu dem Vorhaben.

Haushaltsausgleich nicht gefährdet

Bürgermeister Karthaus betont, dass die Sanierung des ATG im Haushaltskonsolidierungsplan eingerechnet sei, der angestrebte Haushaltsausgleich in vier Jahren sei nicht gefährdet.

Die Gemeinde Engelskirchen wird zwar Eigentümerin des fertigen Schulkomplexes, doch die Firma Goldbeck soll die Gebäude in den kommenden 30 Jahren in Stand halten und auch die Reinigung übernehmen. Am Ende dieser 30 Jahre werden laut Kämmerer Stefan Meisenberg rund 30 Millionen Euro in die Schule geflossen sein. Goldbeck übernimmt die Zwischenfinanzierung, die Endfinanzierung erfolgt durch Kommunalkredite.