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Barrierefrei in Dieringhausen: Deutsche Bahn renoviert Bahnsteig

Nur über die Treppe ist der Bahnsteig in Dieringhausen bisher erreichbar. Das soll sich in Zukunft ändern. ()

Nur über die Treppe ist der Bahnsteig in Dieringhausen bisher erreichbar. Das soll sich in Zukunft ändern. ()

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Fotos: Krempin

Dieringhausen -

Über den Umbau des nach wie vor nicht barrierefreien Bahnsteigs am Bahnhof in Dieringhausen wird schon seit einer gefühlten Ewigkeit gesprochen. Am Ende sind bisher alle Pläne und Absichtserklärungen an der Umsetzung durch die Deutsche Bahn (DB) gescheitert.

Jetzt scheint es so, als wolle die DB tatsächlich ihren Worten Taten folgen lassen. Im Bürgerforum „Verwaltungsvorstand vor Ort“ informierten Ralf Fielenbach, stellvertretender Leiter Bahnhofsmanagement Köln, und Ivan Kurtovic, Projektleiter Umbau Dieringhausen, interessierte Dieringhausener Bürger über die aktuelle Planung.

Das ist geplant

Demnach soll der Mittelbahnsteig auf 170 Meter deutlich verkürzt und gleichzeitig auf ein Höhenniveau von 76 Zentimetern gebracht werden. Das sorgt für einen stufenlosen Ein- und Ausstieg und entspricht dem aktuellen Standard der im Oberbergischen verkehrenden Züge der Regionalbahn.

Außerdem soll ein Personenaufzug gebaut werden. Und zwar in dem Schacht des ehemaligen Lastenaufzugs. Der neue Aufzug soll so groß werden, dass auch Fahrräder darin Platz haben.

Investitionen von zwölf Millionen Euro notwendig

Gleistechnisch ist für Dieringhausen ein zweigleisiger Ausbau auf einer Länge von 1000 Metern in Richtung Köln vorgesehen.

Zudem sollen einige Weichen im Zuge der Maßnahme erneuert werden, was zu einer höheren Pünktlichkeit der Züge beitragen soll. Was allerdings den weiteren zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Meinerzhagen, Gummersbach und Köln angeht, konnten die beiden Bahnvertreter keine Aussagen machen. Sie verwiesen vielmehr auf ihre Kollegen von der DB Netz.

Das Investitionsvolumen für die Arbeiten beziffert die Bahn auf zwölf Millionen Euro. Das Plangenehmigungsverfahren für die Erlangung des Baurechtes ist bereits von der DB Netz AG eingeleitet worden. Mit einer Genehmigung wird 2016 gerechnet, so dass es 2017 zur Umsetzung kommen könnte.

Bahnverbindung zwischen Meinerzhagen und Köln

Im vergangenen Jahr hatten sich die Bürgermeister von Gummersbach und Engelskirchen, Frank Helmenstein und Dr. Gero Karthaus, zusammengetan, um ihre Vorstellungen einer zukunftsfähigen Bahnverbindung zwischen Meinerzhagen und Köln zu formulieren.

Dazu gehören in ihren Augen der zweigleisige Streckenausbau für richtungsungebundenen Fahrbetrieb, die Elektrifizierung der Strecke Köln-Gummersbach für leistungsstärkeres Zugmaterial (inklusive Entwicklung von Antriebslösungen für den Tunnel Hoffnungsthal), die Etablierung eines Regional-Express-Betriebes mit wenigen Haltepunkten (50 Kilometer in 50 Minuten), die Einrichtung eines 20-Minuten-Takts im Regionalbahnbetrieb sowie Bau oder Finanzierung von Stellplatzanlagen für Bahnfahrer.