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„Alle inklusive“: Hagt ist „irritiert“ über Kritik an Projektteilnahme

Bergneustadt -

„Irritiert“ zeigt sich Landrat Jochen Hagt über die Aussagen zur Teilnahme Bergneustadts an dem Projekt „Alle inklusive – barrierefrei und behindertengerecht“, die er am Mittwochmorgen in dieser Zeitung gelesen hat. „Ich habe keine Einladung des Rates erhalten, um das Projekt vorzustellen“, wundert sich Hagt über die Darstellung, dass seine Überredungskünste nicht gefruchtet haben sollen.

Hagt hält das Projekt nach wie vor für sinnvoll, meint aber auch: „Wenn wir den Tourismus als Wirtschaftsfaktor erkennen und nutzen wollen, müssen wir auch die notwendigen Investitionen vornehmen.“

Auch Bergneustadt profitiere von dem Projekt, das positive Auswirkungen auf den Einzelhandel und die Gastronomie entfalte.

„Dass Bergneustadt finanziell angeschlagen ist, ist nicht das Verschulden des Kreises“, ist Hagt überzeugt und verweist in einer Pressemitteilung auf die zu geringe Finanzausstattung seitens des Landes gerade für die ländlichen Kommunen, aber auch auf „strategische Fehlentscheidungen, die es in Bergneustadt in der Vergangenheit gegeben hat und die die massiven Steuererhöhungen erklären“.

Die Äußerungen des FDP-Ratsmitglieds Wolfgang Lenz, bei einem Festhalten an dem Projekt gehöre Hagt „aus dem Büro gejagt“, bezeichnet der Landrat als despektierlich und unverschämt. (kn)