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Breitbandausbau: Nie wieder offline in Oberberg

Über den DSL-Standard
geht die Mehrzahl der Haushalte in Lindlar ins Netz.

Über den DSL-Standard

geht die Mehrzahl der Haushalte in Lindlar ins Netz.

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dpa

Lindlar -

Bevor das Digitalzeitalter auch bis in die letzten Winkel der Gemeinde vordringt, mussten im Rathaus an der Borromäusstraße erst einmal 2000 Briefe ganz analog auf Papier ausgedruckt und eingetütet werden: 2000 Fragebögen hatte die Gemeinde im Herbst vergangenen Jahres verschickt. Die Adressaten der ungewöhnlichen Aktion waren die letzten Haushalte in der oberbergischen Kommune, die noch keinen Breitband-Internetanschluss haben.

Das Ergebnis der Umfrage liegt jetzt vor und zeigt deutlich: Teile der Gemeinde sind deutlich unterversorgt. In 63 Haushalten regiert gar noch die Technik aus den Anfangstagen des Internets, denn sie gehen nur über ein Modem oder über ISDN ins Netz. Gegen diese Unterversorgung „werden wir etwas unternehmen“, stellt Bürgermeister Dr. Georg Ludwig (CDU) klar. Dafür hatte auch der Gemeinderat bereits seine Unterstützung signalisiert.

Knapp eine halbe Million Euro würde der Ausbau der Breitbandtechnik bis in die letzten Winkel der Gemeinde kosten, hat die Verwaltung errechnet. Durch die konkreten Umfrage-Ergebnisse kann Lindlar nun Anträge für Fördergelder stellen. Fachleiter Herbert Schibelka sieht gute Chancen für eine Bewilligung, kann sich der Antrag doch auf das Zahlenmaterial aus der Bürgerbefragung stützen.

Fließt das Fördergeld, sollen zuerst die Siedlungsräume Hartegasse und Süng ans schnelle Netz angeschlossen werden, möglichst auch bis zu den Häusern in Breun. Laut Verwaltung könnten die konkreten Planung beginnen, wenn im Rathaus die Förderbewilligung vorliegt. (lb)