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Flüchtling umarmte Schülerin: Flüchtlinge in der Fritz-Rau-Straße werden umquartiert

Symbolbild.

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dpa

Wiedenest -

Nach dem Vorfall zwischen einem Flüchtling und einem Kind der Offenen Ganztagsschule (OGS) an der GGS in Bergneustadt-Wiedenest hat Bürgermeister Wilfried Holberg entschieden, alle Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in der Fritz-Rau-Straße umzuquartieren. Mitte Januar hatte sich ein 34-Jähriger, der noch nicht lange in Deutschland ist, auf dem Schulgelände einem Mädchen genähert und es in den Arm genommen – angeblich um sich für die freundliche Aufnahme in Deutschland zu bedanken. Die Polizei konnte kein strafrechtlich relevantes Verhalten feststellen, ermahnte den Mann aber im Rahmen einer Gefährderansprache zu korrektem Verhalten.

„Es war harmlos und nicht unsittlich, aber trotzdem ist so etwas nicht zu tolerieren“, sagt Holberg, der Ende vergangener Woche alle Eltern der GGS Wiedenest über die Umquartierung informiert hat.

Die Doppelhaushälfte direkt neben der OGS wird seit Jahren zur Flüchtlingsunterbringung genutzt. Der Kontakt zur Nachbarschaft und die Betreuung durch ein Team von Ehrenamtlern hätten zur Integration beigetragen und eine Vertrauenskultur geschaffen. Mit der Umquartierung will Holberg möglichen Sorgen der Schuleltern Rechnung tragen. In dem Haus sollen jetzt Flüchtlingsfamilien untergebracht werden.

Auch Schulleiter Matthias Greven hat die Eltern schriftlich informiert. Die bislang offenen Tore zum Schulgelände werden jetzt mit Schulschluss geschlossen, die Kinder im Unterricht erneut darauf hingewiesen, wie sie sich zu verhalten haben, wenn ihnen Erwachsene unangenehm begegnen. (kn)