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Kölnische Rundschau | Genug Platz für Flüchtlingskinder: Gummersbach erhöht Zahl der Eingangsklassen
27. January 2016
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Genug Platz für Flüchtlingskinder: Gummersbach erhöht Zahl der Eingangsklassen

In Gummersbachs Grundschulen werden immer mehr Flüchtlingskinder unterrichtet. Im Hinblick auf weitere Ankömmlinge ist die Zahl der Eingangsklassen um einen Zug erhöht worden. ()

In Gummersbachs Grundschulen werden immer mehr Flüchtlingskinder unterrichtet. Im Hinblick auf weitere Ankömmlinge ist die Zahl der Eingangsklassen um einen Zug erhöht worden. ()

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Gummersbach -

Nach dem Abschluss des Anmeldeverfahrens für die neun Grundschulen im Stadtgebiet stand die Gummersbacher Verwaltung Ende vergangenen Jahres vor einem Problem: 394 angehende I-Dötze waren von ihren Eltern für das Schuljahr 2016/17 angemeldet worden. Das bedeutete, dass nur 17 Eingangsklassen hätten gebildet werden dürfen. Denn: Das Land dividiert die Anzahl der angemeldeten Kinder einfach durch eine angenommene Klassenstärke von 23. Und das macht exakt 17,13.

Grundschule Becke drohte die Einzügigkeit

Bei neun städtischen Grundschulen hätte eine im kommenden Schuljahr einzügig werden müssen. In der Becke waren nur 34 Kinder angemeldet worden, so dass es zunächst Überlegungen gegeben hatte, an diesem Schulstandort nur noch eine Klasse mit maximal 28 Kindern zu bilden und die übrigen nach Rücksprache mit den Eltern auf die anderen Schulen im Stadtgebiet zu verteilen.

Doch so weit musste es nicht kommen, denn die Stadt konnte das Kölner Regierungspräsidium davon überzeugen, dass ein 18. Zug wichtig und richtig ist, wie Schuldezernent Raoul Halding-Hoppenheit dieser Zeitung bestätigt. Fachbereichsleiter Frank Hüttebreucker erklärt: „Wir haben die Schulaufsicht mit dem Hinweis auf die Entwicklung der Schülerzahlen im Vorjahr überzeugen können. Die Unterbringung von Flüchtlingskindern hatte nämlich dazu geführt, dass einige Klassen gesprengt wurden.“ Die Schulaufsicht habe dem nun Rechnung getragen und 18 Züge genehmigt. Das bedeutet für Gummersbach, dass jede der neun Schulen im kommenden Schuljahr zwei Eingangsklassen haben wird. „Wir sind froh, dass wir auch in der Becke zwei Züge haben. Die Schule war zuletzt immer maximal belegt, so dass wir hier während der Schuljahres keine weiteren Kinder mehr aufnehmen konnten.“

Ein weiteres Problem ist allerdings noch nicht ganz gelöst. Mit 56 angemeldeten Kindern ist die Steinenbrücker Grundschule bereits jetzt maximal ausgelastet. „Und wir können davon ausgehen, dass wir auch hier weitere Zuzüge von Flüchtlingen mit Kindern haben werden“, sagt Frank Hüttebreucker. Doch auch hier ist eine Lösung in Sicht, denn die Stadt konnte mit der Schulaufsicht klären, dass ein weiterer Zug gebildet werden kann, wenn es in Steinenbrück erforderlich sein sollte.

Aktuell werden an den Gummersbacher Grundschulen 50 Flüchtlingskinder unterrichtet. Zusammen mit den Asylsuchenden an den weiterführenden Schulen beläuft sich die Gesamtzahl auf 136.

In den kommenden Jahren wird sich an den Zugstärken an den Grundschulen wenig ändern. Das lassen die Zahl der bereits geborenen Kinder erwarten, sagt Fachbereichsleiter Hüttebreucker. Die Zahl der Erstklässler werde sich zuverlässig bei „plus minus um die 400“ bewegen. Der Rückgang bei den Schulanfängern um bis zu 25 Prozent durch geburtenschwache Jahrgänge sei erst einmal vorüber.