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Gummersbachs Bürgermeister Helmenstein: „So eine Aussage ist einfach nur grotesk“

Wenn die Busse der Linie 361 an der neuen Haltestelle in Karlskamp stoppen, müssen die Passagiere noch im Steigungsbereich der Hömerichstraße ein- und aussteigen.

Wenn die Busse der Linie 361 an der neuen Haltestelle in Karlskamp stoppen, müssen die Passagiere noch im Steigungsbereich der Hömerichstraße ein- und aussteigen.

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Arnold

Gummersbach -

Nachdem die neue Streckenführung der Linie 361 zwischen dem neuen Gummersbacher Busbahnhof und Strombach bzw. Karlskamp in der Bevölkerung für Verdruss sorgte, hat sich jetzt auch Bürgermeister Frank Helmenstein der Sache angenommen und OVAG-Chef Karl-Heinz Schütz einen Brief geschrieben. Darin äußert er unter anderem sein Unverständnis darüber, dass eine für 10?000 Euro umgestaltete behindertengerechte Bushaltestelle seit dem Fahrplanwechsel nicht mehr angefahren werde.

„Da für Außenstehende öffentliche Finanzmittel vermeintlich nutzlos verausgabt worden sind, führt der Sachverhalt zu erheblichen Irritationen bei vielen Bürgern und politischen Vertretern“, heißt es in dem Schreiben an den OVAG-Geschäftsführer.

Dessen Betriebsleiter Rolf Peuster hatte die Veränderungen auf der 361 vor allem damit begründet, dass man den 15-Minuten-Takt habe halten wollen. Hätte man die alte Streckenführung beibehalten, wäre dieser Takt unter anderem wegen der langen Wege auf dem neuen Busbahnhof nicht mehr zu halten gewesen, hatte Peuster dieser Zeitung gesagt. Eine Erklärung, die Helmenstein für „grotesk“ hält. Die OVAG selbst habe bei der Planung des Busbahnhofs auf dieser Größe bestanden. „Das lasse ich nicht gelten, wenn jetzt die angeblich längeren Wege dafür herhalten müssen, um die Änderungen auf der Linie 361 zu erklären.“ (ar)