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Notunterkünfte in Oberberg: Neue Flüchtlinge sind angekommen

Mit einem Bus angekommen– wie ihn hier Flüchtlinge am Bahnhof in München besteigen – sind am Montag 56 Menschen in der Erstaufnahmeeinrichtung in Nümbrecht-Bierenbachtal.

Mit einem Bus angekommen– wie ihn hier Flüchtlinge am Bahnhof in München besteigen – sind am Montag 56 Menschen in der Erstaufnahmeeinrichtung in Nümbrecht-Bierenbachtal.

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dpa

Oberberg -

Die von den Maltesern betriebene Erstaufnahmeeinrichtung in Nümbrecht-Bierenbachtal ist wieder belegt. Am frühen Montagnachmittag traf ein Bus mit 56 Neuankömmlingen ein. Zuletzt waren dort, wo 300 Plätze zur Verfügung stehen, neben etwa 20 unbegleiteten Jugendlichen nur vier Flüchtlinge untergebracht.

Nach einer Ankündigung der Bezirksregierung Arnsberg vom Sonntag hatte der Leiter der Einrichtung, Christian Schelle, sogar mit 240 Neuzugängen gerechnet. „Wir haben extra 15 Helfer und 15 Dolmetscher bereitgestellt.“ Innerhalb einer halben Stunde konnten die Flüchtlinge aufgenommen werden und ihre Zimmer in der Unterkunft beziehen. „Dass es so schnell ging, lag auch daran, dass sie – anders als erwartet – zuvor bereits registriert worden waren.

Gegen 17 Uhr erhielt Schelle dann aus Arnsberg die Nachricht, dass an diesem Tag keine weiteren Flüchtlinge eintreffen würden. „Wir fahren jetzt alles erst einmal herunter. Sollten wir heute doch noch alarmiert werden, können wir aber jederzeit wieder hochfahren“, erklärte Schelle.

Seine vorbereiteten Zelte am Nachmittag wieder abbauen konnte auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Wiehl-Bomig. Dort, wo derzeit 51 Flüchtlinge leben, waren für Montag eigentlich 150 Neuankömmlinge angekündigt worden – „aus Bayern oder aus Dortmund“, wie die stellvertretende DRK-Kreisgeschäftsführerin Martina Mitzschke berichtete.

Keine Neuzugänge in Bomig

Am Montagnachmittag habe sie, so Mitzschke, einen Anruf von der Bezirksregierung erhalten, dass die Menschen, die nach Bomig kommen sollten, inzwischen anderswo hätten untergebracht werden können. „Wir richten uns deshalb darauf ein, dass heute niemand mehr kommt“, sagte Mitzschke am späten Nachmittag. Auch das DRK hielt sich aber in Bereitschaft.

Für die Einrichtungen des DRK in Stülinghausen und in Ründeroth sowie für die Notunterkunft der Stadt Gummersbach in Strombach waren für Montag schon im Vorfeld keine Busse mit Flüchtlingen angekündigt worden.