Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Region und der ganzen Welt
Kölnische Rundschau | Ökumenischen Initiative Wipperfürth/Radevormwald : Gebrauchte Möbel sind stark gefragt
16. February 2016
http://www.rundschau-online.de/23581636
©

Ökumenischen Initiative Wipperfürth/Radevormwald : Gebrauchte Möbel sind stark gefragt

Ehrenamtlich arbeitet Marita Wirtz mehrfach in der Woche im Möbellager an der Wupperstraße. (Foto: Schmitz)

Ehrenamtlich arbeitet Marita Wirtz mehrfach in der Woche im Möbellager an der Wupperstraße. (Foto: Schmitz)

Wipperfürth -

Das soziale Möbellager an der Wupperstraße ist einer der wichtigen Bausteine der Arbeit der Ökumenischen Initiative Wipperfürth/Radevormwald (Öku-Ini).

Ein-Euro-Kräfte, Flüchtlinge und Ehrenamtler sowie Festangestellte arbeiten bei der Ökumenischen Initiative. In allen Einrichtungen seien es aktuell 22 Ein-Euro-Kräfte und sechs Flüchtlinge. Im Möbellager gibt es sechs Stellen, dazu den Leiter des Möbellagers, Flaviu Andres, und seit einiger Zeit auch Peter Bosbach, berichtet Anne Loth, Geschäftsführerin der Öku-Ini.

Und das Möbellager wird gut besucht, es gibt nicht nur Schränke, Tische, Stühle, Sofas oder Regale, sondern auch Porzellan, Deko-Artikel und Haushaltsgegenstände. Die Mitarbeiter der Öku-Ini helfen bei der Wohnungsauflösung und holen Möbel ab. Aber nicht alle, erläutert Vorsitzender Peter Hennecke.

Bedarf durch Flüchtlinge gestiegen

Die Sieben-Meter-Schrankwand in Eiche rustikal sei für das Möbellager nicht geeignet, da es dort keine Abnehmer für solche großen Möbel gebe. Benötigt würden eher die kleineren Schrankwände, Betten oder Sofas, ergänzt Loth. Auch durch die Flüchtlinge sei der Bedarf an gebrauchten Möbeln gestiegen. Diese sollten aber noch in einem Zustand sein, der eine Wiederaufarbeitung möglich macht.

Sie bittet um Verständnis, dass die Initiative nicht alle Möbel mitnehmen könne. Die Mitarbeiter würden aber auch helfen, Möbel für den Sperrmüll nach draußen zu stellen. Es sei ein Problem, wenn Möbel nicht mehr verwendet werden könnten, sondern als Müll entsorgt werden müsse. Das bedeute nicht nur Arbeit, sondern koste auch Geld.

Kein klassisches Unternehmen

Die Öku-Ini arbeite mit der Stadt zusammen und helfe bei Wohnungsauflösungen. Eine Konkurrenz zu Möbelspeditionen oder professionellen Anbietern sei die Initiative nicht, betont Hennecke. „Wir sind ein Schonraum und beschäftigen die Mitarbeiter nach ihren Fähigkeiten.“ Deshalb sei die Arbeit bei der Öku-Ini auch nicht mit einem üblichen Unternehmen vergleichbar.

Die Arbeitsplätze müssten zusätzlich und gemeinnützig sein, erläutert er die Rahmenbedingungen, denn die Öku-Ini kann die Ein-Euro-Jobs für Flüchtlinge auch an Vereine und Initiative vermitteln. Die Flüchtlingen wollten sich gerne einbringen, so die Erfahrung von Flüchtlingsberater Morris Weißelberg. Nun seien Ideen gefragt, wie die Flüchtlinge bei Vereinen und Initiativen eingesetzt werden könnten, sagt die Geschäftsführerin.

Die Arbeit mit Flüchtlingen wird weiter ausgebaut, so hat die Initiative eine Immobilie erworben, in der Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Zur Unterstützung der Arbeit freut sich die Öku-Ini über weitere Mitglieder.