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Kölnische Rundschau | Park zwischen Breslauer Straße und Kreisstraße 23: Viele Bürgerideen für den Hackenberg-Park eingegangen
15. January 2016
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Park zwischen Breslauer Straße und Kreisstraße 23: Viele Bürgerideen für den Hackenberg-Park eingegangen

Die Mietergärten (r.) werden verlegt, die Wohnblocks abgerissen. Dann sind die 9500 Quadratmeter Gelände frei für den Hackenberg-Park. (Foto: Büro Dr. Jansen)

Die Mietergärten (r.) werden verlegt, die Wohnblocks abgerissen. Dann sind die 9500 Quadratmeter Gelände frei für den Hackenberg-Park. (Foto: Büro Dr. Jansen)

Hackenberg -

Der Hackenberg-Park in Bergneustadt nimmt immer mehr Gestalt an. Das Grundkonzept steht, in einem dritten Bürger-Workshop wurde jetzt an den Details gefeilt.

Trotz aktueller Probleme, an Fördermittel zu kommen, arbeiten das Kölner Stadtplanungsbüro Dr. Jansen und der Düsseldorfer Landschaftsplaner Thomas Wündrich unvermindert an der Realisierung.

Kinder planen die Spielgeräte mit

Der Park zwischen Breslauer Straße und Kreisstraße 23 wird der krönende Abschluss sein des „Grünen Bands“, das sich entlang des Leienbachs quer durch den Stadtteil zieht.

Das 9500 Quadratmeter große Gelände ist nicht leicht zu beplanen. Acht bis zehn Meter beträgt der Höhenunterschied zwischen dem künftig freigelegten Leienbach und der Breslauer Straße. Es wird mehrere kleine Plätze geben, zahlreiche pfiffige Spielgelegenheiten für Kinder und Jugendliche sowie genügend ruhige Zonen zum Entspannen und Verweilen samt Hängemattenfeld.

Die Wege sind so angelegt, dass die Steigungen auch mit Kinderwagen oder Rollator noch zu schaffen sind.

Bei allem haben die Bürger ein gewichtiges Wort mitzureden. Welche Wegeverbindungen sind sinnvoll, welche Materialien sollen verbaut, welche Spielgeräte angeschafft werden? Die Hackenberger arbeiten konstruktiv mit; was ihnen nicht passt, wird von Landschaftsplaner Thomas Wündrich ebenso berücksichtigt wie Verbesserungsvorschläge oder gestalterische Ideen. Gehen die Meinungen mal auseinander, einigt man sich meistens rasch: Warum die Sitzbank samt Pergola Richtung Kreisstraße aufgestellt werden soll, wenn man andersherum doch schön in den Park schauen könnte? Richtung Süden hat man mehr Sonne und kann den Verkehr auf der Kreisstraße beobachten, hält Wündrich dagegen. Aber gut, man werde noch eine weitere Bank samt Pergola aufstellen.

Machbarkeit und Bezahlbarkeit sind Voraussetzungen

Auch bei den Spielgeräten kommt man zügig überein. Ein 15 Meter langer Kometenschweif zum Klettern und Abhängen findet allgemeine Zustimmung, die dazu passenden Ufo- und Raumfahrtspielgeräte nicht. Die Lösung: Wündrich denkt sich zusätzlich noch etwas anderes aus, und dann werden die Kinder gefragt, was ihnen gefällt. Sie sollen ja schließlich drauf rumklettern. Das hat bei den Spielgeräten für den Grundschulhof auch schon gut geklappt. Und im Kindergarten sitzen jede Menge kleine Planer mit vielen Ideen für den Park.

Voraussetzung für alle Vorschläge: Es muss machbar und bezahlbar sein. Der Park ist Teil des Integrierten Handlungskonzepts Hackenberg, für dessen Realisierung innerhalb von zehn Jahren insgesamt rund 34 Millionen Euro verbaut werden. Der städtische Anteil beträgt 1,5 Prozent.

Einen Namen soll der Park erst noch bekommen, aber sein Erkennungszeichen steht schon fest: ein sechs bis acht Meter großes dreidimensionales H mit einer Wendeltreppe im Inneren und einer Kinderrutschbahn. „Das macht was her‘“, verspricht Wündrich.