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Schnipperinger Mühle: Freizeitareal muss ans öffentliche Netz

Unklar ist die Zukunft für die Pächter der Schnipperinger Mühle. Sie müssen zahlreiche Änderungen vornehmen und unter anderem eine neue Wasserversorgung bezahlen.

Unklar ist die Zukunft für die Pächter der Schnipperinger Mühle. Sie müssen zahlreiche Änderungen vornehmen und unter anderem eine neue Wasserversorgung bezahlen.

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Schmitz

Wipperfürth -

Das Jahr 2013 wird für die Pächter und Verpächter der Freizeitanlagen Schnipperinger Mühle teuer werden, denn es stehen einige wichtige Arbeiten an. So soll eine neue Wasserleitung zu den rund 110 Ferienhäusern gelegt werden.

Der Brunnen, der bisher hauptsächlich zur Versorgung diente, wurde vom Gesundheitsamt beanstandet. Mitte des Jahres läuft die Frist aus, dann müssen die Häuser an die öffentlichen Wasserversorgung angeschlossen sein. Die im August 2012 eingerichtete Notversorgung der BEW sei nur vorübergehend und werde vom Gesundheitsamt nur geduldet, hatte die Behörde dem Verpächterehepaar Alexandra und Frank Ufer mitgeteilt. Ein erstes Konzept zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung wurde dem Kreis vorgelegt.

Nach den Plänen der BEW, die der Technische Leiter Andreas Lamsfuß den Pächtern und Betreibern vorstellte, wird ein Schacht ausgehoben, der je nachdem, was alles auf der Wunschliste der Betroffenen steht, unterschiedlich tief ausfällt. Wasser, Abwasser, Strom und schnelle Internetverbindung könnten in einem gemeinsamen Graben verlegt werden. Dabei werden die Nutzer im Rahmen des Modells „ländliche Erschließung“ an den Tiefbauarbeiten beteiligt.

Das senkt die Kosten, ist aber nur auf dem Privatgelände des Freizeitgebietes möglich. Auf öffentlichen Bereichen und der Haupterschließungsstraße muss eine konzessionierte Firma beauftragt werden, betonte Lamsfuß. Jedes Haus erhalte einen von außen zugänglichen Anschlusskasten, in dem auch der Stromanschluss erfolgen könne. Dort werden die Wasseruhr und ein Absperrhahn untergebracht. „Damit können wir die Zähler ablesen, auch wenn sie nicht vor Ort sind“, verdeutlichte Lamsfuß. Er stellte auch den zeitlichen Ablauf des Projektes vor.

Zuerst einmal müssten sich Verpächter und Pächter darauf verständigen, was neben der Wasserversorgung noch in den Schacht gelegt werden soll. Dann sollten die Parteien saubere Verträge schließen, in denen die Kostenübernahme geregelt werde, empfahl er. Im nächsten Schritt sollen die bautechnischen Besonderheiten ermittelt werden, also Leitungsquerungen, Transportwege, Lagerplätze. Dann würden die benötigten Massen ermittelt und es erfolgten eine Preisermittlung sowie Preisanfragen bei Tiefbaufirmen, die für die BEW tätig seien. Eine konkrete Marktanfrage würden dann die Anlieger vornehmen.

Eine Kostenschätzung wollte Lamsfuß noch nicht abgeben, das erfolge erst im nächsten Schritt und soll bei einer Versammlung Ende des Monats vorgestellt werden. Einige Pächter rechneten aber damit dass es bis zu 10 000 Euro kosten könnte. Geld, das sicher nicht alle, die dort ihr Ferienhaus haben, aufbringen könnten.