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Schul- und Sportzentrum: Die Sanierung ist abgeschlossen

In den Sporthallen wurden Deckenheizungen montiert und die Gebäude mit einheitlichen Wegweisern ausgerüstet. (Fotos: Gaudich)

In den Sporthallen wurden Deckenheizungen montiert und die Gebäude mit einheitlichen Wegweisern ausgerüstet. (Fotos: Gaudich)

Marienheide -

Aus dem Sanierungsfall ist ein Vorzeigeobjekt geworden: Nach knapp dreijähriger Bauzeit wird der Gemeinde Marienheide heute ihr rundum erneuertes Schul- und Sportzentrum übergeben. Das Bielefelder Bauunternehmen Goldbeck hat die Gesamtschule, Sporthallen und Außenanlagen im Rahmen eines „Public Private Partnership“ für 12,7 Millionen Euro instand gesetzt und wird sie nun für weitere 23 Jahre betreiben.

Als Gemeinde und Goldbeck am 16. August 2010 den Vertrag unterschrieben, war es um die Gebäude schlecht bestellt. Die klamme Kommune hatte viele Arbeiten über Jahre hinweg aufgeschoben. In einige Klassenräume drang Wasser ein, Schimmel breitete sich aus. Umso glücklicher zeigte sich Bürgermeister Uwe Töpfer damals über die Zusammenarbeit mit dem privaten Unternehmen: „Von dieser Sanierung profitieren die kommenden zwei Generationen.“

Haustechnik ist auf neuestem Stand

Im November 2010 begannen die Arbeiten mit dem Abbruch des Hallenbades. In mehreren Etappen wurden dann die drei Abteilungen der Schule und das Sportzentrum kernsaniert und die Turnhalle an der Jahnstraße komplett neu gebaut. Dächer, Fassaden und Fenster wurden nach heutigen Energierichtlinien erneuert, ein gastbetriebenes Blockheizkraftwerk für Wärme- und Stromerzeugung eingebaut, Fachräume mit modernem Gerät bestückt, einheitliche Wegweiser aufgehängt, in den Sporthallen Deckenheizungen montiert und vieles mehr. „Die gesamte Haustechnik befindet sich nun auf dem neuesten Stand“, sagt Volker Müller vom Bauamt der Gemeinde.

Und die Arbeiten sind damit keineswegs abgeschlossen, betont Projektmanager Dr. Matthias Sundermeier: „Unsere Firma hat sich dazu verpflichtet, alle Gebäude bis 2035 funktionstüchtig zu halten.“ Darunter versteht Goldbeck, weiterhin in energetische Maßnahmen zu investieren. So ist unter anderem geplant, spätestens bis 2017 auf eine Holzpelletheizung umzurüsten. In späteren Jahren werden die Dächer nochmals erneuert.

Wie schon bei den Sanierungsarbeiten, sollen auch künftig vorzugsweise regionale Firmen mit den Arbeiten beauftragt werden. Wenn das Zentrum in 23 Jahren wieder von der Gemeinde übernommen wird, sollen die Gebäude nach wie vor auf dem neuesten Stand sein.

Bis dahin zahlt die Gemeinde der Firma Goldbeck ein Instandhaltungsentgeld, das jährlich unterschiedlich hoch ausfällt – je nachdem, welche Modernisierungsarbeiten vorgesehen sind. Bislang sind die Projektpartner durchweg zufrieden mit der Zusammenarbeit: Die Arbeiten sind im Zeitplan geblieben. Und die durch den Neubau der Jahnhalle entstandenen Mehrkosten von knapp 500 000 Euro seien für die Größe des Gesamtprojektes normal, so Sundermeier. Jetzt muss sich die Kooperation im praktischen Betrieb des Zentrums beweisen.


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