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Stadtteilnetzwerk Wiedenest/Pernze: Jausenstation und Vereinsrettung

Eine schicke Jausenstation könnte aus dem alten Haltestellenhäuschen am Alleenradweg in Pernze werden. Ab sofort will das Stadtteilnetz Ideen für eine künftige Nutzung entwickeln.

Eine schicke Jausenstation könnte aus dem alten Haltestellenhäuschen am Alleenradweg in Pernze werden. Ab sofort will das Stadtteilnetz Ideen für eine künftige Nutzung entwickeln.

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Hoene

Bergneustadt -

Gute Ergebnisse und weiterhin gute Ideen: Das Bergneustädter Stadtteilnetzwerk Wiedenest/Pernze hat auch im dritten Jahr seines Bestehens nichts an Schwung verloren. Beim 3. Stadtteilgespräch im voll besetzten Pfarrheim St. Maria Königin konnten neun Projektgruppen ihre Ergebnisse vorstellen. Drei neue Projekte wurden angeschoben.

Das Netzwerk funktioniert urdemokratisch: Bürgerideen werden in vier Vorschlagskästen oder per E-Mail gesammelt und bei den Stadtteilgesprächen vorgestellt. Die Anwesenden stimmen ab, für welche Idee eine neue Projektgruppe ins Leben gerufen werden soll. Aufgabe der drei Netzwerkkoordinatoren Veit Claesberg, Michael Kalisch und Michael Deisen ist es, Mitglieder für die Gruppen zu gewinnen, die sich dann an die Arbeit machen.

Auf diese Weise kam der Wiedenester Spielplatz zu neuen Geräten und die B 55 außerhalb der Ortsdurchfahrt Wiedenest zu einem 70 km/h-Tempolimit. In beiden Orten hängen hübsch bepflanzte Blumenkästen, ein Defibrillator wurde angebracht und fünf Hundekotstationen installiert. Nicht alles hat geklappt in den vergangenen drei Jahren. Noch immer rauschen viel zu viele Lkw durch die beiden Orte und die Verkehrssituation rund um die Grundschule ist durch an- und abfahrende Eltern schwierig. Auch das Hilfenetzwerk musste mangels Nachfrage hilfsbedürftiger Mitbürger eingestellt werden.

Die Projektgruppe Linie 301 dagegen wird sich weiter dafür einsetzen, dass die Busverbindung von Gummersbach nach Olpe auch nach der Neuvergabe der Konzession durchgehend zwischen Gummersbach und Olpe verkehrt, damit Auszubildende und Mitarbeiter aus Olpe ihre Arbeitsstätten in Bergneustadt auch künftig problemlos erreichen können.

Zu den neuen Ideen, die jetzt umgesetzt werden sollen, gehört die Wiederinbetriebnahme des Haltestellenhäuschens in Pernze an der alten Bahnstrecke, auf der heute der Alleenradweg verläuft. Die Idee von Walter Jordan vom Bergneustädter Heimatverein, den Unterstand zur Jausenstation für Radfahrer umzubauen und mit Informationen zur Historie der Strecke zu garnieren, stieß auf Zustimmung. Eine weitere Projektgruppe wird sich mit der Idee eines offenen Bücherschranks befassen, der im Zusammenspiel mit der örtlichen Leihbücherei entstehen soll.

Nicht ganz so einfach dürfte das dritte Vorhaben werden: die Rettung des Heimatvereins Dörspetal. Der hat knapp 100 Mitglieder und noch etwas Geld auf dem Konto, wie Vorsitzender Thomas Ochel verriet. Was fehlt, sind genügend Aktive, die die Vereinsführung übernehmen und Aktivitäten wie Straßenfest, Seniorenkaffeetrinken oder den Martinszug wiederbeleben oder fortsetzen könnten. Ochel: „Ende 2015 droht die Auflösung.“ Ab sofort denkt das Stadtteilnetzwerk über eine Lösung nach.


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