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Kölnische Rundschau | Weiberfastnacht in Oberberg: . . und alles andere als „höösch“
04. February 2016
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Weiberfastnacht in Oberberg: . . und alles andere als „höösch“

Für Partystimmung sorgte das Programm am Abend bei der Damensitzung der St.-Sebastianus-Schützen in der Schützenhalle in Engelskirchen-Loope. ()

Für Partystimmung sorgte das Programm am Abend bei der Damensitzung der St.-Sebastianus-Schützen in der Schützenhalle in Engelskirchen-Loope. ()

Foto:

Fotos: Hoene

Oberberg -

Lobscheid

Ihr „Musterschüler Kevin“ sollte in seinem Aufsatz über „Den Tag des Namens des Vaters“ auf keinen Fall zusammengesetzte Wörter vorkommen lassen und schrieb tatsächlich von der „Suppe des Schwanzes des Ochsen“.

Mit einer Puppe auf dem Arm übernahm Annelie Opel als „Fräulein Sichelschmidt“ die Rolle der Eisbrecherin bei der Weibersitzung der Dorf- und Chorgemeinschaft im Lobscheider Hof. Kevin blieb dabei ein widerspenstiger Schüler: Als die Lehrerin ihn maßregeln wollte, weil er erzählt habe, dass die Männer bei der Feier bis in die Nacht „Scheiß ejal“ gesungen hätten, antwortete der Kleine: „Aber wieso denn, Frau Lehrerin? Sie waren doch die ganze Nacht dabei und haben den Chor dirigiert!“

Fräulein Sichelschmidt und Kevin waren einer der zahlreichen von den Damen selbst einstudierten Programmpunkte, die den Gästen bis in den Abend hinein richtig Spaß machen. (kmm)

Wallefeld

Ebenfalls mit eigenen Kräften bestritt die Wallefelder Dorfgemeinschaft ihre Mädchensitzung im Dorfgemeinschaftshaus. Wie beim Sketch über den schlecht erzogenen Sohn, der mit seiner Bahn spielt und dem seine Mutter so gerne das „A“-Wort abgewöhnen würde – ohne Erfolg.

Oder beim Zwiegespräch von Adele (Sabine Feldhoff) und Alice (Susanne Koller-Schmitz) über den neuen Diagnosecomputer im Supermarkt, der die Krankheiten der Männer am Urin erkennt – und dabei auch durchaus einmal durcheinanderkommen kann. „Irgendwie schaffen wir es immer, dass wir selbst etwas auf die Beine stellen – und im Zweifel mache ich auch einfach selbst mit“, erzählt Literatin Claudia Wiese. Und auch den Saal mit dem Bühnenbild zum Motto „Copacabana in Wallefeld“ haben die Damen wieder selbst dekoriert.

Umso mehr genießen sie dann ihre eigenen Pausen im Programm, wenn dann andere wie am Donnerstag zum Beispiel die Tanzmäuse des KV Bielstein für Stimmung sorgen. (kmm)

Wahlscheid

Die Schwächen des anderen Geschlechts kennt Marlies Ganser genau – und sie sezierte sie zum Vergnügen der Damen bei der Weibersitzung des Sportvereins Wahlscheid im Dorfgemeinschaftshaus schnell und präzise.

Zum Beispiel so: „Wenn der liebe Gott gewollt hätte, dass die Männer kurze Hosen tragen, hätte er ihnen kurze Beine gegeben.“ Die Weiber hatten ihren Spaß, genau wie bei der Reminiszenz an den Turnvater Jahn – passend zum 50-jährigen Bestehen des Sportvereins – oder dem „Wahlscheider Krätzchen“, mit dem sich Josef Schmitz und Charly Birk erstmals vor das Damenpublikum trauten.

Und auch andere Männer haben nicht nur Schwächen, wie die wackere Ründerother Torwache unter Beweis stellen durfte. (kmm)

Loope

Als andere als „höösch“ – also leise – begann am Abend die Damensitzung der „Zunft Boys“, der Karnevalsabteilung der St.-Sebastianus-Schützen, in der Looper Schützenhalle.

Viel Musik und tanzende Männer hatte die Truppe um Sitzungspräsident Dieter Moll, selbst täuschend echt als Cindy aus Marzahn verkleidet , für die Damen im Programm. Mit Akkordeon und Mundharmonika brachte „The Höösch“, die Band um den Ründerother Dirk Meierlücke, gleich zu Beginn akustisch und kölsch richtig Stimmung in die Halle.

Für Party mit oberbergischem Einschlag sorgte später unter anderem auch die Band Tacheles um den Engelskirchener Drummer Christoph Klee. „Es ist schön, dass immer mehr Bands von hier gibt, mit denen wir so ein Programm zusammenstellen können“, freute sich Georg Griemens von den „Zunft Boys“. (kmm)


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