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Werbung mit grimmigen Minen: Oberberger machen bei Imagekampagne für Landwirtschaft mit

Sie können auch lachen und „lustich“ sein: Die oberbergischen Vorzeige-Landwirte mit RLV- Präsident Bernhard Conzen (l.) beim Kampagnenstart in der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Sie können auch lachen und „lustich“ sein: Die oberbergischen Vorzeige-Landwirte mit RLV- Präsident Bernhard Conzen (l.) beim Kampagnenstart in der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Oberberg -

Fünf Bauern aus Oberberg polieren im Auftrag des Rheinischen Landwirtschafts-Verbands (RLV) das Ansehen ihres Berufsstandes auf. In humorvollen, typisch-landwirtschaftlichen Situationen werben sie auf 70 großformatigen Plakaten, die an Bahnhöfen und Bauernhöfen im ganzen Rheinland hängen. Die RLV-Kampagne steht unter dem Motto „Wir machen“ – gestartet ist die Aktion jetzt zur Karnevalszeit mit dem Slogan „Wir machen lustich“.

Auf dem Plakat stehen die Landwirte Andreas Stöcker, Bernd Müller (beide Engelskirchen), Christoph Schöler (Reichshof), Udo Däinghaus (Marienheide) und Christoph Hahn (Wiehl) in bäuerlicher Kluft Seite an Seite vor einem landwirtschaftlichen Anhänger. Der Jüngste in der Runde, Andreas Stöcker, trägt Pappnase und Herzluftballon. Die Botschaft erklärte zum Kampagnenstart in Düsseldorf Verbandspräsident Bernhard Conzen: „Karneval im Rheinland ohne Bauern ist undenkbar! Unsere Trecker machen den Karneval als Traditionsveranstaltung erst sichtbar.“

Denn die Zugmaschinen der Landwirte werden vor die Mottowagen gespannt. Und: Viele Zutaten für typische Jecken-Snacks wie Berliner Ballen, Muzen oder Reibekuchen werden von Bauern produziert. Das Fotoshooting mit den oberbergischen Bauern fand bereits im November auf Bauernhöfen in Engelskirchen und Reichshof statt. Das Oberbergische haben die Macher vom Landwirtschafts-Verband bewusst für die Kampagne ausgewählt, berichtet RLV-Sprecherin Andrea Bahrenberg: „Das Bergische hat eine wunderschöne Landschaft, die sehr abwechslungsreich ist.“

Doch Bauern machen nicht nur „lustich“, sie machen noch viel mehr: Bis Jahresmitte kommt jeden Monat ein neues Plakat hinzu. Im Februar wird die Kampagne mit dem Spruch „Wir machen Mief“ fortgesetzt.

Dann posieren die Protagonisten vor einem Güllewagen, die Nasen mit Wäscheklammern vor dem Gestank geschützt. Denn: „Das Zeug stinkt uns auch – können wir leider nicht ändern“, berichten die Bauern auf der Internetseite zur Kampagne: „Aber damit es weniger stinkt, verwenden wir moderne Technik.“ Erklärungen zum Hintergrund gibt es für jedes Plakatmotiv. Thematisiert werden in den folgenden Monaten unter anderem erneuerbare Energien, Tierhaltung sowie Getreideproduktion. Für das Monatsplakat zum Thema Höfetouren sitzen die oberbergischen Bauern auf weitem Feld an einer Bergischen Kaffeetafel.

Der Verband teilt mit: „Die Leistungen der Bauern sind vielfältig und aus unserem Alltag nicht wegzudenken.“ Die Plakate sollen das den Menschen vor Augen führen und im besten Fall zum Dialog mit den Bauern anregen. „Wir Bauern brauchen uns nicht zu verstecken und das wollen wir auch gar nicht“, schreibt der RLV.

RLV-Sprecherin Bahrenberg berichtet, dass die Kampagne bereits viele Fans hat. Die bestellen die dazugehörigen Aufkleber und Postkarten über das Internet. „Dass unsere Bauern extra-grimmig gucken, finden viele Menschen offenbar sehr cool.“

www.die-rheinischen-bauern.de


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